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Baufinanzierung: Zins-Rekordtief hält an

Derzeit ist eine Baufinanzierung zu historisch günstigen Zinsen realisierbar. In einer aktuellen Erhebung unter zehn Kreditinstituten gehen alle befragten Experten kurzfristig von gleichbleibenden Konditionen aus. Mittel- bis langfristig halten einige Analysten moderate Steigerungen für möglich.

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Baufinanzierung: Bestkonditionen sind für Kreditnehmer möglich

(München, 04.08.2016) Die Konditionen für eine Baufinanzierung sind derzeit so günstig wie nie seit Bestehen der Bundesrepublik: Die Zinsen für zehnjährige Darlehen liegen Anfang August 2016 oft nur bei etwas über einem Prozent. Mit einem hohen Einsatz von Eigenkapital sind Bestkonditionen von unter einem Prozent möglich.

Ursachen für die Kreditbedingungen auf Niveau des Zins-Allzeittiefs liegen unter anderem in einem geringen Wirtschaftswachstum in Europa, fehlender Konsumfreude und niedriger Inflation. Diese Gemengelage führt einerseits zu einer expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Andererseits investieren derzeit viele Anleger in die als solide geltenden deutschen Staatsanleihen. Dies führt bei diesen Schuldverschreibungen zu niedrigen Renditen bis in den negativen Bereich. Dadurch können wiederum Banken ausgegebene Kredite - wie Darlehen zur Baufinanzierung - günstig refinanzieren.

Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen und Nachrichtenlage lassen sich in den nächsten Wochen weiterhin ausgezeichnete Konditionen für eine Baufinanzierung erwarten. Das bestätigen die im Rahmen des Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragten Zinsexperten: 100 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Zinskonditionen kurzfristig gleichbleiben. So vermutet der Experte der Allianz beispielsweise "kurzfristig keine Änderung, denn die US-Notenbank hält die Zinsen konstant und der Brexit ist in der Erwartung der Marktteilnehmer berücksichtigt." Über die mittel- bis langfristige Zinsentwicklung (sechs Monate bis ein Jahr) sind die Experten unterschiedlicher Auffassung. Die Hälfte der Befragten erwartet moderate Steigerungen. Hingegen gehen 40 Prozent von gleichbleibenden Zinsen und 10 Prozent von fallenden Zinsen aus.


Redaktion: Sharon Schießler