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Baufinanzierung: Zinsen günstig - jetzt vorsorgen

Das Zinsjahr 2019 ist in der privaten Baufinanzierung nahe historischer Tiefststände gestartet. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen liegen in vielen Fällen unter 1,3 Prozent. Und fundamental wird sich das im Jahresverlauf aller Voraussicht nach nicht ändern, wie eine aktuelle Umfrage unter Experten deutscher Kreditinstitute zeigt.

Die günstigen Zinsen können genutzt werden, um eine Finanzierung zukunftssicher auszurichten.

Die günstigen Zinsen können genutzt werden, um eine Finanzierung zukunftssicher auszurichten.

(München, 07.02.2019) Zinsen für eine Baufinanzierung liegen in den ersten Wochen des Jahres auf sehr niedrigem Niveau. Das zeigt die aktuelle Umfrage des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp in der Februar-Ausgabe des Interhyp-Zinsberichts. Waren im Dezember noch alle befragten Experten von leicht steigenden Zinsen im Jahresverlauf ausgegangen, so halten nun auch einige Analysten mittel- bis langfristig gleichbleibende Zinsen für realistisch - mit Blick auf politische und konjunkturelle Unsicherheiten. Allerdings prognostizieren noch immer sieben der zehn befragten Kreditinstitute leicht steigende Zinsen im Jahresverlauf.

Die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Brexits werden als weiterhin gravierend eingestuft, und die Wirtschaft in der Eurozone stagniert im Januar nahezu. Die USA leiden unter den Nachwehen des Shutdowns ebenso wie unter dem Handelsstreit mit China. In Frankreich ist eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums durch die Gelbwestenproteste möglich. In Italien bleibt die Bankenlandschaft instabil.

In diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld gibt es eine gute Nachricht - zumindest für Finanzierungswillige. Die Unsicherheiten führen zu einer starken Nachfrage nach sicheren Anleihen und die Renditen dafür sinken. So liegt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe derzeit unter 0,2 Prozent. Das führt weiterhin zu niedrigen Bauzinsen, da sich diese an den Renditen der langfristigen Anleihen und Pfandbriefe orientieren. Diese Situation wird sich voraussichtlich auch noch weiter in die Zukunft tragen. So sagt der Chefvolkswirt der ING Deutschland: "Die Unsicherheit an den Finanzmärkten wird sich nicht so schnell legen: Die Kehrtwende der Fed von der Zinswende hat zwar die Börsen stabilisiert, Anleihemärkte aber weiter verunsichert. Aufgrund von Handelskonflikten, Brexit und allgemeiner Konjunkturunsicherheit wird sich an den niedrigen Zinsen vor Jahresmitte auch nicht so schnell etwas ändern."

Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp sagt: "Während Sparer und Wirtschaftslenker den Zinsausblick überwiegend kritisch sehen dürften, profitieren Immobilieninteressenten mit Finanzierungsbedarf vorerst von der Situation - zumindest, wenn sie ein geeignetes Objekt finden und das Zinstief als Fundament einer soliden Finanzierung nutzen." Interhyp rät zum Beispiel, eine ausreichend hohe Tilgung zu wählen, um die Finanzierung möglichst zukunftssicher auszurichten.


Redaktion: Britta Barlage