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Baufinanzierung: Zinsen und Tilgung im richtigen Verhältnis

Dass die monatliche Rate bei der Baufinanzierung aus Zinsen und Tilgung besteht, ist fast jedem geläufig. Doch weitaus weniger bekannt dürfte sein, dass das richtige Verhältnis zwischen Tilgung und Zinsen die Baufinanzierung beschleunigen und das Risiko für den Kreditnehmer reduzieren kann. Denn mit einem hohen Tilgungsanteil wird die Schuldenfreiheit schneller erreicht und wenn die Zinsbindungsfrist ausläuft, dient der Tilgungsanteil als Pufferzone, um eventuell gestiegene Zinsen abzufangen, ohne dass gleich die Kosten aus dem Ruder laufen.

Wie sich die Tilgung je nach Höhe der Zinsen bei der Baufinanzierung auf die Rückzahlungsdauer auswirkt, zeigen Rechenbeispiele mit unterschiedlichen Zinsszenarien. So genügt in Zeiten hoher Marktzinsen ein vergleichsweise niedriger Tilgungsanteil, um die Schuldenfreiheit innerhalb eines vertretbaren Zeitraums zu erreichen. Bei einem Zinssatz von 7,5 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von 1,5 Prozent ist bei einer konstanten Rückzahlung die letzte Rate nach exakt 24 Jahren bezahlt. Beträgt der Zins hingegen nur 4,0 Prozent, erreicht der Kreditnehme die Schuldenfreiheit bei gleicher anfänglicher Tilgung erst nach gut 32 Jahren. Grund dafür ist: Bei hohen Zinsen ist die Gesamtrate weitaus höher als in Niedrigzinsphasen. Dadurch verschiebt sich mit zunehmender Tilgung der Tilgungsanteil innerhalb der Kreditrate entsprechend schneller.

Die Baufinanzierung in Zeiten niedriger Zinsen sollte eine hohe Tilgung enthalten

In Zeiten niedriger Zinsen gewährt bei der Baufinanzierung ein hoher Tilgungsanteil auch Schutz vor gestiegenen Marktzinsen bei der späteren Anschlussfinanzierung. Und das gleich in zweierlei Hinsicht: Mit einer von vornherein hoch angesetzten Tilgung zeigen Bauherren nicht nur, dass sie eine vergleichsweise hohe Monatsrate verkraften können, sondern sie können auch die Restschuld beim Ablauf der Zinsbindungsfrist deutlich reduzieren. Dann wiederum wirken sich dank des bereits zurückgezahlten Kreditanteils Zinserhöhungen weit weniger kräftig aus.

Fazit: Bauherren sollten sich bei der Baufinanzierung von niedrigen Zinsen nicht dazu verleiten lassen, die Monatsrate möglichst weit nach unten zu drücken oder den Kreditrahmen auszuweiten. Sinnvoller ist es, die niedrigen Zinsen gezielt zu einer Erhöhung des Tilgungsanteils zu nutzen. Die Interhyp-Berater erstellen hierzu gerne individuelle und kostenlose Angebote.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 21.06.2011