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Baugeld: Experten erwarten Zinsanstieg erst mittel- bis langfristig

Laut einer aktuellen Umfrage unter Experten und Analysten von Kreditinstituten bleiben die Baugeldzinsen kurzfristig auf einem niedrigen Niveau. Mittel- bis langfristig erwartet die Mehrheit aber wieder steigenden Zinsen.

Zinsentwicklung zehn Jahre

(München, 07.08.2015) Wer in diesem Sommer ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, kann sich über günstige Zinsen für Immobilienkredite freuen. Die Zinsen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung liegen bei Bestanbietern um rund 1,5 Prozent pro Jahr. Ob Investoren in Zukunft aber weiterhin in hohem Maße auf deutsche Staatsanleihen setzen werden und damit für niedrige Zinsen bei Hypothekendarlehen sorgen, hängt neben der konjunkturellen Entwicklung in Europa auch von der Zinspolitik in den USA ab. Das zeigt eine aktuelle Befragung von Experten von zehn Kreditinstituten für das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer.

Die Mehrheit der befragten Experten geht davon aus, dass die Zinsen für Immobilienkredite kurzfristig ihr niedriges Niveau halten werden. Die zuletzt leicht gesunkenen Zinsen werden vielfach auf Unsicherheiten an den Märkten zurückgeführt. Ein Experte der PSD RheinNeckarSaar: "Die Entwicklung am Zinsmarkt war in den zurückliegenden Wochen geprägt durch die Unsicherheiten um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Wir rechnen kurzfristig damit, dass diese Unsicherheit weiter anhalten wird."

Mittel- bis langfristig erwarten die Experten mehrheitlich steigende Zinsen, vor allem vor dem Hintergrund erster positiver Konjunkturentwicklungen in einigen Ländern Europas und den USA. Mit einem Beginn der Zinsanhebung in den USA durch die amerikanische Notenbank Fed rechnen einige Experten schon in nicht allzu langer Zeit. So schreibt der Experte der Commerzbank: "Wir erwarten den ersten Zinsschritt der Fed im September und damit etwas früher als von der US-Kurve eingepreist. In diesem Umfeld dürften auch die Renditen von Bundesanleihen zum Jahresende moderat steigen."

Experten Bauzins-Trendbarometer


Redaktion: Britta Barlage