News

Baugeld im März teurer: Kein weiterer Anstieg in den kommenden Wochen erwartet

Im Februar ist es zu einem sichtbaren Anstieg der Baugeldkonditionen gekommen. Nachdem die Zinsen für zehnjährige Darlehen von November bis Januar bei rund 1,3 Prozent notiert hatten, legten sie im Februar innerhalb weniger Tage um 0,3 Prozentpunkte zu. Die Bestsätze liegen damit Anfang März bei 1,6 Prozent. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen. Diese verdoppelten sich seit Jahresbeginn um mehr als 100 Prozent auf aktuell 0,7 Prozent.

Baugeld im Blick: Die Zinsen für Baufinanzierungen sind momentan etwas höher als vor einigen Wochen.

Baugeld im Blick: Die Zinsen für Baufinanzierungen sind momentan etwas höher als vor einigen Wochen.

(München, 05.03.2018) Die monatlich im Bauzins-Trendbarometer von Interhyp befragten Experten gehen vor dem Hintergrund des jüngsten Zinsanstiegs mehrheitlich in den nächsten Wochen von gleichbleibenden oder gar etwas rückläufigen Konditionen aus. "Die Inflationsangst ist unserer Meinung nach überzogen. In den USA sollte die FED nicht mehr als drei Mal den Leitzins dieses Jahr erhöhen. In der Eurozone steht eine Leitzinserhöhung nicht vor Mitte 2019 an. Daher sollten sich die Märkte wieder beruhigen. Kurzfristig könnten die Kapitalmarktzinsen sogar wieder sinken", sagt der Experte der ING-DiBa. Eine Einschätzung, die der Kollege der Commerzbank im Bauzins-Trendbarometer teilt: "Im Euroraum gibt es wenige hausgemachte Gründe für deutlich höhere Renditen. Der unterliegende Inflationstrend dürfte im Jahresverlauf weiter schwach bleiben und die EZB dürfte die Zinsen nicht wie vom Markt erwartet bereits Anfang 2019 anheben."

Bauherren können also trotz der höheren Konditionen gelassen bleiben. Die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum verläuft zwar positiv – die Inflation hinkt jedoch weiterhin dem Zielkorridor der Europäischen Zentralbank hinterher. Darüber hinaus stehen unverändert Themen wie die Überschuldung Chinas, der Brexit, Wahlen in Italien oder Nordkorea im Raum, die für konjunkturelle Dämpfer sorgen können. Langfristig können sich die von Interhyp befragten Experten jedoch höhere Zinsen vorstellen. Wobei höhere Zinsen für Kreditnehmer im historischen Kontext noch immer vergleichsweise niedrig zu bewerten sind.

Interhyp rät Immobilieninteressenten, sich von kurzfristigen Zinsbewegungen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Der niedrigste Zinssatz allein macht noch nicht die optimale Finanzierung. Wichtiger ist vielmehr, kein überteuertes Objekt zu finanzieren. Passen bei der Kreditaufnahme zusätzlich noch die Rückzahlungsgeschwindigkeit, der Eigenkapitaleinsatz sowie die Zinsbindung zum jeweiligen Kreditnehmer, steht der gelungenen Immobilienfinanzierung nichts mehr im Wege.


Redaktion: Kai Oppel

Persönliche Finanzierungsberatung – auch in Ihrer Nähe!

Gut beraten

Beratungstermin vereinbaren

Interhyp-Wohntraumstudie

Wohntraumstudie

Sehen Sie in der interaktiven Wohntraumstudie, wie und wo die Deutschen wohnen wollen.

Zur interaktiven Seite

Laufend gut informiert

Zum kostenlosen Newsletter