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Baugenehmigungen: Einfamilienhäuser legen gegen den Trend zu

Während die Zahl der 2019 bislang genehmigten Wohnungen insgesamt rückläufig ist, verzeichnen Einfamilienhäuser eine stabile Entwicklung. Besonders gefragt sind Fertighäuser in Holzbauweise.

Die Fertigbaubranche verzeichnet bei Ein- und Zweifamilienhäusern eine Zunahme von Baugenehmigungen.

Die Fertigbaubranche verzeichnet bei Ein- und Zweifamilienhäusern eine Zunahme von Baugenehmigungen.

(München, 21.11.2019) Insgesamt verzeichnete das Statistische Bundesamt (Destatis) von Januar bis August dieses Jahres 228.500 genehmigte Wohnungen (Neubau und Bestand). Das bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 2,5 Prozent. Überdurchschnittlich fiel der Rückgang der Baugenehmigungen im Neubau aus (-3,7 Prozent). Dabei verzeichneten die einzelnen Sparten unterschiedliche Entwicklungen. Während Einfamilienhäuser stabil blieben (+0,1 Prozent), war die Entwicklung bei Zweifamilienhäusern (-2,9 Prozent) und Mehrfamilienhäusern (-3,5 Prozent) rückläufig.

Der Immobilienverband IVD nahm die Zahlen zum Anlass, stärkere Impulse für den Wohnungsbau einzufordern. Es müssten endlich die Vorschläge zur Baubeschleunigung und Bauverbilligung, die in den vergangenen zwei Jahren vorgestellt und debattiert worden sind, umgesetzt werden.

Deutlich zufriedener äußerte sich die Fertigbaubranche, die in besonderem Maße von der Entwicklung bei Einfamilienhäusern profitiert. So vermeldete der Bundesverband Deutscher Fertigbau von Januar bis Juli 2019 eine Zunahme an Baugenehmigungen von 6,3 Prozent. Die bundesweite Fertigbauquote sei dadurch auf einen Höchstwert von 20,6 Prozent gestiegen. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg konnte der Holzfertigbau zulegen.

Bei der Fertigstellung von Ein- und Zweifamilienhäusern erwartet das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult einen soliden Aufwärtstrend und rechnet mit Zuwächsen von 1,8 Prozent in diesem und 1,5 Prozent im nächsten Jahr. Im Geschosswohnungsbau prognostizieren die Marktforscher hingegen nach einem deutlichen Plus von 8,4 Prozent in diesem Jahr für 2020 ein Minus von 5,4 Prozent.


Redaktion Joachim Hoffmann