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Bauherrenstudie: Schallschutz eher unbedeutend

Während Bauherren beim Neubau großen Wert auf Wärmedämmung legen, kommt dem Schallschutz nur eine untergeordnete Rolle zu. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens BauInfoConsult.

Baustelle

(München, 09.11.2015) Die Dämmung von Wohngebäuden hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, was angesichts gestiegener Energiepreise und neuer Entwicklungen in der Dämmtechnologie wenig verwunderlich erscheint. Auch der Staat fördert den Einbau energiesparender Dämmung mit Förderdarlehen, etwa von der staatlichen Förderbank KfW.

In einer aktuellen Befragung hat das Marktforschungsunternehmen BauInfoConsult untersucht, welche Kriterien für Bauherren im Vordergrund stehen, wenn es um die Dämmung ihres Eigenheims geht. Insgesamt wurde 321 Bauherren ein Katalog mit Eigenschaften vorgelegt, deren Bedeutung sie bei der Auswahl eines Dämmstoffes einstufen sollten.

Ganz oben auf der Hitliste steht die Wärmedämmung, die für mehr als jeden zweiten Befragten das Maß aller Dinge ist. Nur knapp dahinter folgen Preis- und Qualitätsaspekte: 43 Prozent der Bauherren achten auf ein möglichst optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, und 41 Prozent legen Wert auf eine hohe Qualität des Dämmstoffes.

Weitaus weniger steht hingegen der Schallschutz bei den Maßnahmen zur Dämmung im Fokus. Nur drei von zehn Bauherren halten es für wichtig, dass im Zuge eines Neubaus auch auf die Schalldämmung geachtet wird. Hier sehen die Immobilienexperten von BauInfoConsult Nachholbedarf - vor allem dann, wenn es sich um Doppelhaushälften mit direkt an das Nachbarhaus angrenzenden Wänden oder um Häuser in der Nähe von vielbefahrenen Straßen oder Eisenbahnlinien handelt. "Eine mangelnde Schalldämmung kann schnell zu einem Problem für Bauherren werden", heißt es in der Auswertung der Umfrage.

Die Schalldämmung steht unterdessen nicht auf dem letzten Platz der Bauherren-Prioritätenliste. Noch nachrangiger stufen Bauherren die ökologischen Eigenschaften des Dämmmaterials ein: Nur etwas mehr als jeder Vierte hält es für wichtig, dass der Dämmstoff auf nachhaltige Weise hergestellt worden ist. Ganz am Ende der Liste steht der Bekanntheitsgrad des Herstellers: So lange Qualität, Preis und Dämmeigenschaften stimmen, ist das Markenlogo unerheblich.


Redaktion: Franziska Buß