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Bauwirtschaft will Wohnungsbau forcieren

Die Spitzenverbände der Baubrauche wollen mehr Wohnungen bauen und fordern von der Bundesregierung günstigere Steuerregeln für Vermieter.

Mehr Wohnungsbau gefordert

(München, 20.01.2016) Vor allem in den Ballungsgebieten ist es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Vor diesem Hintergrund haben die Spitzenverbände der Bauwirtschaft zugesagt, den Wohnungsbau insbesondere in Großstädten und deren Umland zu intensivieren. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für das Jahr 2016 eine Umsatzsteigerung von rund drei Prozent, im Segment des Wohnungsbaus werden sogar fünf Prozent Zuwachs prognostiziert.

Vor allem der anhaltende Zustrom von Asylsuchenden und Einwanderern erfordere den Bau von zusätzlichen Wohnungen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Verbände. Der gesamte jährliche Bedarf an neuen Wohnungen wird auf 400.000 geschätzt, wovon rund ein Viertel der unterschätzten Entwicklung der Zuwanderung geschuldet sei. 50.000 neue Wohnungen werden den Verbänden zufolge allein deshalb benötigt, weil in den vergangenen Jahren zu wenige Wohnungen fertiggestellt worden sind.

Um den Bedarf an neuem Wohnraum decken zu können, fordern die Vertreter der Bauwirtschaft Fördermittel für Kommunen und steuerliche Anreize für private Bauherren. Zwar sei die Verdoppelung der Bundesfördermittel für den sozialen Wohnungsbau auf eine Milliarde Euro ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sei zweifelhaft, ob diese Erhöhung ausreichend sei, wenn bereits die Kommunen eine jährliche Förderung in Höhe von zwei Milliarden Euro für notwendig hielten.

Für Immobilienanleger wünscht sich das Baugewerbe eine Erhöhung der steuerlichen Abschreibung (AfA), die bei vermieteten Wohnimmobilien derzeit zwei Prozent pro Jahr beträgt. Darüber hinaus solle die bereits angekündigte Sonder-AfA für Regionen mit angespanntem Immobilienmarkt umgehend auf den Weg gebracht werden, sagt Thomas Sander, Vorstandsmitglied im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.


Redaktion: Franziska Buß