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Bauzinsen: Entwicklung zeigt stärkere Schwankungen im kurzfristigen Bereich

Die Bauzinsen-Entwicklung spiegelt das Auf und Ab am Zinsmarkt wider, wobei die Betrachtung der Zinsentwicklung zeigt, dass sich die Bauzinsen vergleichsweise parallel zu den Zinsen für Bundesanleihen und Pfandbriefe mit entsprechender Restlaufzeit bewegen. Dieser Zusammenhang ist kein Zufall: Den Takt geben in aller Regel die großen Hypothekenbanken vor, die ihre ausgereichten Baukredite zu großen Teilen mit Pfandbriefen refinanzieren. Und die Zinsen, die am Markt für Pfandbriefe erzielt werden können, orientieren sich wiederum an den marktüblichen Renditen von Bundesanleihen.

Um die Bauzinsen-Entwicklung der vergangenen Jahre schnell erfassen zu können, ist die Zinsentwicklung bei Pfandbriefen somit ein guter Indikator – der überdies den Vorteil hat, dass nicht wie beim detaillierten Bauzinsen-Vergleich die historischen Konditionen einzelner Geldinstitute mühsam aufbereitet werden müssen.

Zinsentwicklung zeigt Unterschiede zwischen kurz- und langfristigen Bauzinsen

Dabei zeigt sich, dass die Schwankungen bei der Zinsentwicklung auch davon abhängen, ob es sich um kurz- oder langfristige Zinsen handelt. So lag bei zehnjährigen Pfandbriefen – was bei den Bauzinsen mit einem gewissen Aufschlag der zehnjährigen Zinsbindung entspricht – im Zeitraum zwischen Januar 2006 und Januar 2011 der höchste Zins bei 5,1 Prozent und der niedrigste Zins bei 2,44 Prozent. Daraus resultiert eine Schwankungsbreite von 2,66 Prozentpunkten.

Deutlich kräftiger fielen die Schwankungen bei den kürzerfristigen Pfandbrief- und Bauzinsen im Vergleich zur Langfrist-Variante aus. Bei fünfjährigen Zinsen lag im gleichen Zeitraum die Bandbreite der Pfandbriefzinsen zwischen 5,18 Prozent und 1,75 Prozent. Damit ist die Schwankungesbreite bei kurzfristigen Bauzinsen im Vergleich zur zehnjährigen Zinsbindung mit 3,43 Prozentpunkten deutlich höher.

Für Bauherren, die noch am Überlegen sind, ob sie lieber eine kurz- oder langfristige Zinsbindung eingehen sollen, lohnt sich eine Analyse der Bauzinsen-Entwicklung im kurz- und langfristigen Bereich. Auch wenn die künftige Zinsentwicklung nicht vorhersagbar ist, gibt die Auswertung der Historie einen Überblick über die Schwankungen, mit denen in der Vergangenheit zu rechnen war.

Tipp: Eine grafische Darstellung der Zinsentwicklung bei den Bauzinsen, Vergleichsmöglichkeiten für kurz- und langfristige Zinsbindungen sowie die Betrachtung unterschiedlicher Zeiträume bietet das Zinsentwicklungs-Chartwerkzeug auf der Website von Interhyp. Über die aktuelle Bauzinsen-Entwicklung informiert der Interhyp-Zinsnewsletter.

Interhyp AG, 25.02.2011