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Bauzinsen nahe Rekordtief

Die Baufinanzierungszinsen sind gesunken und liegen nahe dem historischen Tief. Experten von Kreditinstituten erwarten in den nächsten Wochen gleichbleibende bis fallende Zinsen. Wenn die Inflation anzieht und sich die Konjunktur in Europa erholt, sind aber durchaus wieder Steigerungen möglich.

Zinsen liegen nahe des historischen Tiefs

(München 05.02.2016) Die Baugeldkonditionen sind in den vergangenen Wochen gesunken, wie aktuelle Übersichten, etwa der FMH Finanzberatung, zeigen. Experten zufolge wurde der neueste Zinsrutsch vor allem durch die Ankündigung der Europäischen Währungshüter über neue Maßnahmen der Geldpolitik verursacht, nachdem Inflation und Konjunktur sich bisher nicht wie erhofft entwickelt haben. Die Notenbanker beeinflussen das Marktgeschehen demnach merklich.

Für das aktuelle Bauzins-Trendbarometer von Interhyp wurden Experten von zehn Kreditinstituten befragt. Sie erwarten mehrheitlich mittel- bis langfristig wieder steigende Zinsen. Kurzfristig, also für die nächsten Wochen, ist das Bild uneinheitlicher: Viele erwarten gleichbleibende Zinsen, einige halten aber auch fallende Zinsen für möglich. Laut Statement eines Zinsexperten habe es auf der letzten Sitzung der Notenbanker "klare Hinweise gegeben, dass der EZB-Rat auf seiner Sitzung im März weitere expansive geldpolitische Maßnahmen beschließen könnte. Dies hat die Renditen am Kapitalmarkt nochmals gedrückt. Solange die Aussicht besteht, dass die EZB noch expansiver wird, ist auch nicht mit einer nachhaltigen Trendwende der Kapitalmarktzinsen nach oben zu rechnen."


Redaktion: Britta Barlage