News

Bauzinsen-Vergleich: Worauf Verbraucher achten sollten

Lange Zeit waren die Bauzinsen vergleichsweise stabil auf extrem niedrigem Niveau. Doch in den vergangenen Monaten sind die Bauzinsen im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich stärker in eine Aufwärtsbewegung geraten. Von Anfang Januar bis Mitte März 2010 wies der Zinstrend noch eher nach unten, und die Schwankungsbreite lag recht niedrig. Von Jahresbeginn bis Mitte März dieses Jahres stiegen die Zinsen bei einer erhöhten Schwankungsbreite wieder an. Die Äußerungen von Jean-Claude Trichet, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), lassen viele Analysten vermuten, dass im Zuge einer zu erwartenden Leitzins-Erhöhung auch die allgemeinen Marktzinsen wieder anziehen.

Zwar sind die Bauzinsen im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau – so waren beispielsweise in den neunziger Jahren Zinssätze von acht Prozent oder gar noch mehr an der Tagesordnung. Dennoch sollten Bauherren beim Bauzinsen-Vergleich wachsam sein und beim Prüfen der Angebote Sorgfalt walten lassen. Denn: Wer sich jetzt zügig und dennoch fundiert für das günstigste Angebot entscheidet, kann mit etwas Glück seine Zinsen festzurren, bevor sie zusammen mit den allgemeinen Marktzinsen womöglich wieder nach oben gehen.

Nur mit einheitlichen Vorgaben sind die Bauzinsen vergleichbar

Wer bei den einzelnen Offerten die Bauzinsen vergleicht, sollte zunächst einmal darauf achten, dass jedem Anbieter dieselben Rahmenbedingungen vorgegeben worden sind. Höhe des Eigenkapitals, Kaufpreis der Immobilie, Nebenkosten, Darlehenshöhe und gewünschte Zinsbindungsfrist – das sind die Vorgaben, die für einen objektiven Bauzinsen-Vergleich auf jeden Fall für jeden Bieter identisch sein sollten.

Auch der Faktor Zeit spielt beim Bauzinsen-Vergleich in diesen Tagen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Grund dafür ist, dass sich die einzelnen Anbieter nur für einen bestimmten Zeitraum – meist etwa zwei Wochen – an ihre Konditionen gebunden halten. Wer sorgfältige Vorarbeit leistet und den Angebotsvergleich ohne Nachbesserungen zügig durchführen kann, profitiert davon in Zeiten steigender Zinsen. Wird nämlich das Angebot der Bank innerhalb der Bindungsfrist angenommen, bekommt der Kunde die günstigen Zinsen auch dann, wenn die Marktzinsen und damit auch die Standardkonditionen der Bank zwischenzeitlich gestiegen sind.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 4.04.2011