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Bei der Baufinanzierung zählt die Sicherheit

Wenn es um die Baufinanzierung geht, lassen sich die Bundesbürger von den Rekord-Niedrigzinsen nicht zu unvorsichtiger Kreditaufnahme verleiten. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Einfamilienhaus

(München, 25.11.2015) Deutlich gestiegene Preise bei gleichzeitig sinkenden Zinsen: Das sind eigentlich Rahmenbedingungen, die Kreditnehmer dazu verleiten können, bei der Aufnahme von Immobiliendarlehen das Limit für die Verschuldung zu erhöhen. Doch eine aktuelle Studie des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zeigt, dass die Bundesbürger trotz anhaltender Rekord-Niedrigzinsen bei der Kreditaufnahme für den Erwerb von Wohneigentum das Augenmaß behalten haben. Untersucht wurde bei der Studie die Struktur der Finanzierungen bei den Banken, die dem Verband angehören.

So erhöhte sich vom Jahr 2012 bis zum Jahr 2015 der Preis für die finanzierten Einfamilienhäuser um 12,5 Prozent von durchschnittlich 265.000 auf 298.000 Euro. Dennoch erhöhte sich der durchschnittliche Anteil des Kredites am Objektwert nur um drei Prozentpunkte auf 77 Prozent. Bei selbst genutzten Eigentumswohnungen sank der Kreditanteil sogar von 80 auf 75 Prozent, obwohl sich die Preise um mehr als 30 Prozent verteuert haben.

Konstant blieb die Kreditbelastungsquote, die den Anteil der monatlichen Kreditrate am Nettoeinkommen des Haushalts darstellt. Käufer eines Einfamilienhauses geben im Schnitt 23 Prozent ihres Einkommens für die Kreditrückzahlung aus, Erwerber von selbst genutzten Wohnungen 21 Prozent. Obwohl Immobiliendarlehen mit langfristiger Zinsbindung teurer sind als Kurzfrist-Darlehen, ist ein großer Teil der Eigenheimerwerber bereit, sich gegen einen Zinsaufschlag die günstigen Konditionen auf lange Sicht zu sichern. Inzwischen liegt die durchschnittliche Zinsbindungsdauer bei 13 Jahren.

Angesichts dieser Daten bescheinigen die vdp-Finanzierungsexperten den Bauherren in Deutschland Besonnenheit und schreiben: "Die Deutschen lassen sich bei der Finanzierung von Wohneigentum trotz des attraktiven Zinsumfelds nicht zu Abenteuern verleiten, sondern setzen weiterhin auf Sicherheit."


Redaktion: Franziska Buß