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Bei der Immobilienfinanzierung die Außenanlagen nicht vergessen

Baukosten, Grundstück, Notargebühren, Grunderwerbsteuer – all dies wird bei der Immobilienfinanzierung von vornherein berücksichtigt. Doch so mancher Bauherr unterschätzt das Budget, das für die Gestaltung der Außenanlagen eingeplant werden sollte. Dabei kann einiges zusammenkommen, denn viele Bauunternehmen bieten die Außenanlagen nicht mit an. Damit muss der Bauherr Zufahrten, Wege und andere Gestaltungselemente aus eigener Tasche zahlen. Wer nicht über Jahre hinweg ein Baustellen-Provisorium ums Haus herum haben möchte, sollte daher beim Kalkulieren der Immobilienfinanzierung genügend Spielraum lassen.

Ein wichtiger Posten sind die Wege und Zufahrten, die den sicheren Zugang zum Haus gewährleisten. Wer vermeiden will, dass schon nach wenigen Jahren Unebenheiten zu Stolperfallen und Sicherheitsrisiken führen, sollte bei Planung und Ausführung auf Qualität achten. Sowohl die Zufahrt fürs Auto wie auch Wege und Treppen brauchen ein fachgerecht ausgeführtes Fundament, damit die Platten oder Pflastersteine im Lauf der Zeit nicht absinken. Auch sollte eine ausreichende Beleuchtung vorhanden sein, die in der Nacht für sicheren Gang sorgt. Je nach Länge und Fläche sollten allein schon für diesen elementaren Bestandteil der Außenanlagen einige tausend Euro in die Immobilienfinanzierung eingeplant werden.

5 bis 15 Prozent der Baukosten für die Außenanlagen in die Immobilienfinanzierung einrechnen

Wer im Sommer gemütlich auf der Terrasse sitzen möchte, sollte auch hier ausreichend Geld für Bodenbeläge und Handwerkerarbeiten einplanen. Auch der Sonnenschutz für heiße Tage sollte nicht vernachlässigt werden – hier reicht die Bandbreite vom Sonnenschirm aus dem Baumarkt bis hin zur teuren Kassettenmarkise.

Große Unterschiede sowohl beim Preis wie auch beim Geschmack gibt es bei der Gartengestaltung. Wo sich der eine mit einem einfachen und praktischen Rasen, ein paar Blumenbeeten und einem Holzzaun begnügt, setzt der andere auf einen aufwändig gestalteten Themengarten und Natursteinmauern. Letztlich hängt der finanzielle Aufwand von mehreren Faktoren ab: Neben den persönlichen Vorstellungen beeinflussen auch Grundstücksgröße und die Frage, ob es sich um ein ebenes Grundstück oder um eine Hanggrundstück handelt, das Investitionsvolumen. Richtig teuer wird es schließlich bei luxuriösen Extras wie einem Schwimmteich oder Naturpool, wo die Kosten schnell in den mittleren fünfstelligen Bereich klettern können.

Tipp: Bauherren sollten sich schon bei der Auswahl des Grundstücks darüber Gedanken machen, wie groß der finanzielle Aufwand für die Gestaltung der Außenanlagen sein wird. Als Faustregel gilt, dass je nach individuellem Anspruch für die Außenanlagen etwa 5 bis 15 Prozent der Baukosten in die Immobilienfinanzierung eingerechnet werden sollten.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 08.11.2011