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Bei Umschuldung Geld sparen mit der günstigen Anschlussfinanzierung

Wer die Umschuldung seines Baudarlehens am Ende der Zinsbindungsfrist verpasst, bezahlt für seine Bequemlichkeit teures Geld. Rund drei Milliarden Euro zahlen Kreditkunden zu viel an Zinsen, weil bei der Umschuldung Vergleich und Auswahl günstiger Kreditanbieter auf der Prioritätenliste zu weit unten stehen.

Wer abwartet, bis die finanzierende Bank für den neuen Kredit nach der Umschuldung Zinsen anbietet, kommt allzu schnell unter Zeitdruck. Das neue Angebot für die Weiterfinanzierung nach dem Auslaufen der Zinsbindungsfrist trifft häufig erst wenige Wochen vor dem Stichtag ein. Eine Studie hat gezeigt, dass nur ein Viertel der Banken mehr als drei Monate vor dem Ende der Zinsbindung ihre Kunden anschreibt und auf die nahende Anschlussfinanzierung hinweist.

Aus Sicht der finanzierenden Banken ist der enge Zeitrahmen durchaus vorteilhaft. Denn: Je weniger Zeit für Vergleich und Neuabschluss bleibt, umso geringer ist für die finanzierende Bank das Risiko, dass sie durch die Umschuldung zu anderen Banken Kunden verliert. Mit dieser Strategie lassen sich zuweilen auch Zinsen durchsetzen, die deutlich über dem Marktniveau liegen.

Dabei ist die Umschuldung im Vergleich zur Neufinanzierung eines Bauvorhabens recht einfach zu bewerkstelligen – unter der Voraussetzung, dass der Darlehensnehmer rechtzeitig aktiv wird. Spätestens drei Monate vor dem Auslaufen der Zinsbindung sollten Kreditkunden den Markt sondieren und zunächst einmal ermitteln, welche Zinsen für die gewünschte zukünftige Zinsbindung realistisch sind. Als Maßstab kann beispielsweise die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen zuzüglich eines Aufschlags von rund einem Prozentpunkt dienen. Der Interhyp Umschuldungsrechner liefert Ihnen einen Richtwert, wie hoch die Vorfälligkeitsentschädigung ausfallen könnte wenn Sie ihr Darlehen vorzeitig ablösen wollen.

Umschuldung rechtzeitig anbieten lassen

Dann sollten spätestens sechs bis acht Wochen vor dem Stichtag konkrete Angebote für eine mögliche Umschuldung der Baufinanzierung angefordert werden. Als Unterlagen benötigen die Banken oder Finanzierungsvermittler in aller Regel aktuelle Einkommensnachweise sowie Daten und Informationen zum finanzierenden Objekt.

Hat sich der Kreditkunde für die Umschuldung seines Darlehens zu einem günstigeren Kreditinstitut entschieden, müssen für die Ablösung des Darlehens noch die Grundschulden übertragen werden. Üblicherweise kümmert sich darum der Finanzierungsvermittler oder die neue finanzierende Bank, wenn der Kreditkunde eine entsprechende Vollmacht erteilt. Zwar können für die Übertragung der Grundschulden bei einer Umschuldung einige hundert Euro an Gebühren anfallen – doch dem gegenüber steht aufgrund der eingesparten Zinsen eine Reduzierung der Kreditkosten in oftmals vier- bis fünfstelliger Höhe.

Interhyp AG, 14.02.2011