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Beim Bauen und Sanieren auch an BAFA-Förderung denken

Neben den Fördermitteln der KfW können Bauherren und Hauseigentümern auch Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für thermische Solaranlagen und Wärmepumpen erhalten.

Baustellenkräne

(München, 28. August 2015) Viele Bauherren und Hauseigentümer denken zuerst an die Fördermittel der staatlichen KfW-Bank, wenn sie sich mit Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz ihres Eigenheims befassen. Doch neben der KfW-Förderung gibt es auch Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Diese Subventionen kommen dann infrage, wenn beim Neubau oder der energetischen Sanierung eine Wärmepumpe, Pelletheizung oder thermische Solaranlage installiert wird.

Bei Pelletheizungen bemisst sich die Höhe der Förderung nach der Leistungsfähigkeit pro Anlage. Der Zuschuss beträgt 80 Euro pro Kilowatt Wärmeleistung, wobei je nach Art der Konstruktion eine Mindestförderung zwischen 2.000 und 3.500 Euro vorgesehen ist. Eine Erhöhung des Zuschusses ist bei besonders hoher Effizienz der Heizungsanlage oder der Integration in ein KfW-Effizienzhaus 55 möglich. Fördermittel gibt es nur für Pelletheizungen, die an einen Wasserkreislauf angeschlossen sind. Dekorative Einzelöfen werden nicht bezuschusst.

Thermische Solaranlagen werden nur gefördert, wenn zuvor ein anderes Heizungssystem im Einsatz war und die Solaranlage im Rahmen der energetischen Sanierung installiert wurde. Anlagen in Neubauten sind nur in Ausnahmefällen förderfähig. Bei einer Kollektorfläche zwischen 3 und 10 Quadratmetern beträgt der Zuschuss 500 Euro, wenn die Anlage der Brauchwassererwärmung dient. Anlagen zur Heizungsunterstützung werden mit 140 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens jedoch 2.000 Euro bezuschusst.

Bei Wärmepumpen gilt: BAFA-Zuschüsse gibt es nur, wenn die Anlage nicht nur für die Warmwasseraufbereitung, sondern auch für die Heizung zum Einsatz kommt. Die Höhe der Beteiligung des Fiskus hängt davon ab, welche Technologie an dieser Stelle Verwendung findet. Das Spektrum reicht beim Basiszuschuss von 1.300 Euro für Luftwärmepumpen bis hin zu 4.500 Euro für Erdwärmepumpen, wenn die Bohrung von zertifizierten Unternehmen durchgeführt wird und umfassender Versicherungsschutz abgeschlossen wurde. Ähnlich wie bei Solaranlagen ist auch die Förderung von Wärmepumpen an eine Umrüstung der Heizung von Bestandsgebäuden gekoppelt.

Innerhalb bestimmter Grenzen können BAFA-Fördermittel und zinsverbilligte KfW-Darlehen kumuliert werden.

Redaktion: Patrizia Difonzo