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Berlin führt als letztes Bundesland Pflicht für Rauchmelder ein

In allen Bundesländern gilt nun für Neu- und Umbauten die Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern, berichtet das Forum Brandrauchprävention. Experten raten zur Verwendung von zertifizierten Geräten.

Rauchmelder sind nun überall Pflicht

(München, 17.08.2016) Seit Kurzem ist die Installation von Rauchmeldern in Neu- und Umbauten in ganz Deutschland Pflicht. Das meldet das Forum Brandrauchprävention, das von verschiedenen Verbänden wie dem Deutschen Feuerwehrverband, dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft und weiteren Organisationen getragen wird. Als letztes Bundesland habe Berlin im Juni die Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten ab 2017 eingeführt, für Bestandsimmobilien gelte bei der Nachrüstung eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2020.

Als erstes Bundesland hatte Rheinland-Pfalz bereits im Jahr 2003 seine Landesbauordnung geändert. Ebenfalls schon länger gilt die Rauchmelderpflicht im Saarland, wo bei Neu- und Umbauten seit 2004 Rauchmelder installiert werden müssen. Schleswig-Holstein und Hessen folgten ein Jahr später. Für Bestandsimmobilien gelten in einigen Bundesländern derzeit noch Übergangsfristen. Lediglich Sachsen sieht in seiner Landesbauordnung noch keine derzeitige oder zukünftige Nachrüstungspflicht für bestehende Wohnungen vor.

Die Verbände sehen ihre Aufklärungsarbeit noch nicht beendet. "Vor allem viele private Eigentümer haben ihre Wohnungen noch nicht ausgestattet", sagt Bodo Aertel vom Bundesverband der Schornsteinfeger. Nun müsse man dafür sorgen, dass die Rauchmelder auch tatsächlich eingebaut werden. In welchen Räumen Rauchmelder installiert werden müssen, hängt von den jeweiligen Vorschriften der Bundesländer ab. So sind in einigen Ländern wie Bremen oder Hessen Rauchmelder in Kinderzimmern, Schlafzimmern sowie in Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, anzubringen. Andere Länder wie Berlin schreiben hingegen vor, dass die Geräte in allen Aufenthaltsräumen mit Ausnahme der Küche installiert werden müssen.

Beim Kauf eines Rauchmelders sollten Verbraucher darauf achten, dass die Geräte DIN-zertifiziert sind und neben dem GS-Zeichen noch über ein Siegel eines Prüfungsinstituts wie beispielsweise dem TÜV verfügen, empfiehlt der Versicherer Cosmos Direkt. Idealerweise sollte nach Angaben der Versicherungsexperten der Rauchmelder in der Mitte des Raumes an der Decke angebracht werden. Überdies sollten die Bewohner darauf achten, dass das Gerät nicht überklebt oder verschmutzt wird, da dies die Funktion und damit die Sicherheit beeinträchtigen würde.

Redaktion: Franziska Buß