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Besserer Schutz für Bauherren

Das Bundeskabinett hat ein Gesetz für einen besseren Verbraucherschutz beim Bauen auf den Weg gebracht. So muss der Bauunternehmer künftig vor Vertragsabschluss eine detaillierte Baubeschreibung aushändigen.

Baustelle Einfamilienhaus

(München, 07.03.2016) Das Bundeskabinett hat eine Gesetzesreform für einen besseren Schutz von Bauherren beschlossen. Laut dem vorliegenden Gesetzesentwurf müssen Baubeschreibungen zukünftig bestimmte Mindestanforderungen erfüllen und einen Termin der Fertigstellung aufweisen. Die Bauunternehmer müssen den Bauherren vor Abschluss des Bauvertrages eine Baubeschreibung mit klaren und verständlichen Angaben aushändigen. Damit können Häuslebauer die Leistungen verschiedener Unternehmen besser vergleichen. Gleichzeitig erhalten sie mehr Planungssicherheit für den Bauablauf. Auch erhalten Verbraucher das Recht, den Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss des Vertrages zu widerrufen.

Zudem will das Kabinett mit der Gesetzesreform die Rechtsstellung von Handwerkern verbessern. Ist zum Beispiel beim Verlegen von Parkett oder Fliesen ein Mangel aufgetreten, weil die gelieferte Ware fehlerhaft ist und ersetzt werden muss, kann künftig auch der Handwerker vom Lieferanten der Ware eine Erstattung der Kosten verlangen. "Durch Regressansprüche entlang der Lieferkette wird gewährleistet, dass der Schaden letztlich von demjenigen getragen werden muss, der für den Produktfehler verantwortlich ist", teilt dazu die verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker mit.

Wann genau die geplante Gesetzesreform in Kraft treten wird, ist noch offen. Der Entwurf muss noch das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren durchlaufen.


Redaktion: Britta Barlage