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Bund will Wohnungsbau stärker fördern

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) legt noch dieses Jahr ein neues Förderprogramm für den Bau kleiner Wohnungen in größeren Städten auf. Außerdem sollen die Bundeszuschüsse für den sozialen Wohnungsbau erhöht und neue Steueranreize eingeführt werden.

Wohnungsbau soll gefördert werden

(München, 10.09.2015) Das Bundesbauministerium legt ein neues Förderprogramm für den Bau kleiner Wohnungen in größeren Städten auf. Ministerin Barbara Hendricks (SPD) wird dafür noch dieses Jahr 120 Millionen Euro bereitstellen, berichtet das Bundesbauministerium. Bis zu 30 Prozent der Errichtungskosten werden erstattet, wenn eine kleine Wohnung mit mindestens 22 Quadratmetern Größe und maximal 260 Euro Miete pro Monat gebaut wird, so Hendricks in einem Interview mit der "Welt". Das Programm richtet sich in erster Linie an Studentenwohnungen, die variabel sind und später bei Bedarf leicht umgebaut oder mit anderen Wohnungen zusammengelegt werden können.

Hendricks will sich auch dafür einsetzen, wieder Steuererleichterungen für den Wohnungsbau einzuführen. Sie befürwortet in Gebieten mit besonders hohem Wohnungsbedarf für einen beschränkten Zeitraum die degressive Absetzung für Abnutzung (Afa) wieder einzuführen. Entsprechende Verhandlungen mit dem Finanzministerium laufen. Dabei sollen auch die Zuschüsse des Bundes an die Länder für den sozialen Wohnungsbau von aktuell 518 Millionen Euro pro Jahr bis 2019 mindestens verdoppelt werden.

Insgesamt sieht die Bauministerin angesichts des Zuzugs von Flüchtlingen einen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum von 350.000 Wohneinheiten jährlich, so Hendricks gegenüber der "Rheinischen Post".


Redaktion: Patrizia Difonzo