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Bundesbank-Studie: Immobilienbesitzer profitieren

Haushalte mit Immobilienbesitz sind nicht nur vermögender als Mieterhaushalte, sondern konnten ihr Vermögen auch stärker steigern. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bundesbank.

Einfamilienhaus

(München, 23.03.2016) Seit dem Jahr 2010 erhebt die Bundesbank eine Befragung in regelmäßigen Abständen über die Vermögenslage der Deutschen. In einer aktuellen Veröffentlichung präsentiert die Bundesbank die Ergebnisse der Studie aus dem Jahr 2014, die nun komplett ausgewertet sind und Einblicke in die Entwicklung des Vermögens der deutschen Privathaushalte geben.

Insgesamt stieg seit der letzten Befragung im Jahr 2010 das Durchschnittsnettovermögen pro Haushalt um 11.000 Euro auf durchschnittlich 214.500 Euro. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Finanzwerte der Haushalte als auch Sachwerte in Form von Immobilien, Edelmetallen oder hochwertigen Gebrauchsgütern wie beispielsweise Autos. Dabei konnten die vermögenden Haushalte auch prozentual höhere Steigerungen vorweisen, so dass die Ungleichheit bei der Vermögensverteilung zugenommen hat.

Als wichtigen Faktor stuft die Bundesbank bei der Vermögensentwicklung das Immobilieneigentum ein. Haushalte, die Immobilien besitzen, sind auch nach Abzug der Verbindlichkeiten aus der Baufinanzierung deutlich vermögender als Haushalte ohne Immobilienbesitz. "Der Anstieg der Immobilienpreise kommt vor allem den Haushalten im oberen Bereich der Vermögensverteilung zugute", schreiben die Autoren der Studie.

Damit sorgt das Eigenheim trotz der finanziellen Belastung aus der Baufinanzierung für einen klaren Vermögenszuwachs. Haushalte mit laufender Baufinanzierung verfügen laut Bundesbank nach Abzug aller Schulden über ein durchschnittliches Nettovermögen von 311.500 Euro, während Mieterhaushalte im Schnitt Vermögenswerte von 51.800 Euro besitzen. Immerhin habe seit 2010 der Anteil der Eigenheimbesitzer an der Gesamtbevölkerung zugenommen, berichtet die Studie: "Der Anteil von Haushalten mit Eigentum am Hauptwohnsitz ist um einen Prozentpunkt gewachsen."

Auch das Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) kam kürzlich zu dem Ergebnis, dass immer mehr Deutsche sowohl auf vermietete als auch auf selbstgenutzte Immobilien setzen, wenn es um den Vermögensaufbau geht: Mehr als die Hälfte der hier Befragten geht davon aus, dass die selbstgenutzte Immobilie mit am besten für den persönlichen Vermögensaufbau geeignet ist.


Redaktion: Magdalena Lindner