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Checkliste Forward-Darlehen: Wann der Abschluss Sinn macht

Mit einem Forward-Darlehen können sich Kreditnehmer schon heute die günstigen Zinsen für die Zukunft sichern. Allerdings ist das Darlehensmodell nicht in allen Fällen geeignet.

Ein Forward-Darlehen ist – wie es der Name schon vermuten lässt – ein Immobiliendarlehen, das im Voraus abgeschlossen wird. Während beim herkömmlichen Baudarlehen eine sofortige Auszahlung vorgesehen ist und die spätere Auszahlung je nach Bank nach einigen Monaten mit Bereitstellungszinsen verteuert wird, kann das Forward-Darlehen bis zu drei Jahre im Voraus abgeschlossen werden.

Der wichtigste Vorteil des Forward-Darlehen ist, dass sich das aktuelle Zinsniveau auch dann sichern lässt, wenn das Geld erst in einigen Monaten oder Jahren benötigt wird. Insbesondere in Phasen extrem niedriger Zinsen ist dies eine interessante Option für diejenigen, die in näherer Zukunft mit deutlich steigenden Zinsen rechnen.

Allerdings ist das Forward-Darlehen nicht für jeden Fall geeignet. Die nachfolgende Checkliste hilft Kreditnehmern herauszufinden, ob für sie diese Darlehensform in Frage kommt.

  • Zinserwartung. Wer mit demnächst ansteigenden Marktzinsen rechnet, für den kann ein Forward-Darlehen in Frage kommen. Ausschlaggebend ist bei dieser Überlegung der Zinsaufschlag, der mit zunehmender Verschiebung der Auszahlung ansteigt. Letztendlich lohnt sich das Forward-Darlehen immer dann, wenn die Zinsen so weit gestiegen sind, dass trotz des leichten Zinsaufschlags der Darlehensnehmer mit dieser Variante günstiger fährt.
  • Wann wird das Geld benötigt? Wenn das Geld schon in den nächsten sechs Monaten benötigt, ist es meist sinnvoller, ein herkömmliches Darlehen abzuschließen. Dabei sollten Kreditnehmer darauf achten, dass die Bank möglichst lange wartet, bis sie Bereitstellungszinsen für den noch nicht abgerufenen Darlehensbetrag verlangt. Wer das Geld erst in mehr als drei Jahren benötigt, hat es schwer, einen Anbieter für Forward-Darlehen zu finden – denn bei den meisten Banken kann das Darlehen für maximal drei Jahre im Voraus abgeschlossen werden.
  • Anschlussfinanzierung. Ideal sind Forward-Darlehen, wenn es um die Anschlussfinanzierung geht. Hier ist der genaue Betrag und Zeitpunkt der Ablösung schon bekannt, so dass der Darlehensvertrag problemlos im Voraus abgeschlossen werden kann.
  • Neufinanzierung. Ungeeignet ist das Forward-Darlehen hingegen für diejenigen, die in nächster Zeit den Erwerb eines Eigenheims in Erwägung ziehen. Denn: Der Darlehensvertrag wird fest abgeschlossen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden – wenn sich beispielsweise die Höhe des Kreditbedarfs ändert, ist dies ein ganz klarer Nachteil.

Tipp: Gemeinsam mit dem Finanzierungsexperten von Interhyp können Bauherren in einer Beratung ermitteln, ob ein Forward-Darlehen für sie sinnvoll sein kann und wo die günstigsten Konditionen zu finden sind. Interessenten können ein Angebot anfordern. Die Finanzierungsexperten beraten ohne Extrakosten.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 24.04.2012