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Darlehen mit Ausstiegsoption ? lohnt sich das?

Einzelne Banken bieten Baudarlehen an, aus denen der Darlehensnehmer ohne Vorfälligkeitsentschädigung während der Laufzeit aussteigen kann. Oft sind daran Bedingungen geknüpft.

Normalerweise gelten beim Baudarlehen in Sachen vorzeitiger Ausstieg klare Spielregeln: Zwar gibt es in aller Regel begrenzte Sondertilgungsmöglichkeiten, doch die Kündigung des Darlehensvertrags vor Ablauf der Zinsbindungsfrist ist nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Selbst dazu ist die Bank nur verpflichtet, wenn entweder die Immobilie verkauft wird oder ein höheres Neudarlehen aufgenommen werden soll. Allein weil die Zinsen gesunken sind oder eine unerwartete Erbschaft gemacht wurde, muss die Bank den Darlehensvertrag auch nicht gegen Zahlung einer Entschädigung vorzeitig auflösen.

Nur sehr wenige Darlehensgeber bieten – für einen Teil des Darlehens oder für die gesamte Summe – die Möglichkeit, ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung auch während der Laufzeit aus dem Vertrag aussteigen zu können. Damit ist jedoch meistens ein höherer Zins verbunden und es werden oft bestimmte Bedingungen daran geknüpft, etwa dass die Wohnung wegen eines berufsbedingten Umzugs verkauft werden muss. Je nach Anbieter sind die Zinsen um rund 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte höher als bei herkömmlichen Darlehensangeboten. Zum Teil wird auch bei Härtefällen wie Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Scheidung auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verzichtet, zum Teil auch mit nur geringen oder keinen Zinsaufschlägen.

Niedrigzinsen machen Darlehen mit Ausstiegsoption weniger interessant

Angesichts der momentanen Rekord-Niedrigzinsen erscheinen die Darlehen mit Ausstiegsoption als Instrument für die Spekulation auf noch weiter sinkende Zinsen wenig interessant. Und: Wenn der Zinsaufschlag für die Vorfälligkeitsabsicherung hoch ist, kann ein solches Darlehen schnell teuer werden. Außerdem gibt es nur wenige Angebote. Allerdings kann es Sinn machen, sich gegen Härtefälle wie Arbeitslosigkeit und Scheidung abzusichern und einen Darlehensgeber zu wählen, der in diesen Fällen eine Kündigung ohne Vorfälligkeitsentschädigung ermöglicht. Wer in näherer Zukunft eine größere Erbschaft zu erwartet oder wer einen großen Teil seines Einkommens erfolgsabhängig aufgezahlt bekommt, kann neben dieser Darlehensart auch ein Darlehen mit guten Sondertilgungsoptionen in Erwägung ziehen.

Die Finanzierungsexperten von Interhyp prüfen, ob Angebote mit einem Vorfälligkeitsabsicherung oder mit großzügigen Regelungen zur Sondertilgung im speziellen Fall sinnvoll sind. Dank des Zugriffs von Interhyp auf die Konditionen von mehr als 300 Darlehensgebern lässt sich auch für diese spezielle Konstellation eine passende Lösung für den Kunden finden. Interessenten können ein Angebot anfordern.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 05.03.2012