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Deutsche setzen beim Vermögensaufbau auf Immobilien

Immer mehr Deutsche setzen beim Vermögensaufbau sowohl auf vermietete als auch auf selbstgenutzte Immobilien. Das zeigen die Zahlen im aktuellen Vermögensbarometer des Sparkassen- und Giroverbands.

Immobilien sind gefragt

(München, 29.10.2015) Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat mit dem Vermögensbarometer eine große Umfrage zur finanziellen Situation der Deutschen veröffentlicht. In der Untersuchung sind auch Fragen zu den Vorlieben und der Strategie beim Vermögensaufbau und der Altersvorsorge enthalten. Hier zeigt sich klar: Trotz zuletzt gestiegener Kaufpreise sind Immobilien als Instrument für den Vermögensaufbau immer beliebter geworden.

Mittlerweile gehen 53 Prozent der Befragten davon aus, dass die selbstgenutzte Immobilie mit am besten für den persönlichen Vermögensaufbau geeignet ist. Damit ist die ohnehin schon hohe Zustimmungsquote zum Eigenheim in den vergangenen zwei Jahren um weitere drei Prozentpunkte angestiegen. Noch deutlicher fällt der Zuwachs bei der vermieteten Immobilie als Kapitalanlage aus. Hier können sich inzwischen 28 Prozent der Befragten ein solches Investment vorstellen, das sind vier Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Einen vergleichbaren Zuwachs - allerdings auf niedrigerem Niveau - konnten beim Einschätzen der Eignung für den Vermögensaufbau nur Aktien und Fonds erzielen. Anlageklassiker wie Kapitallebensversicherungen, Sparbücher oder festverzinsliche Wertpapiere lagen hingegen im Abwärtstrend.

Trotz des hohen Stellenwertes, den die Deutschen dem Immobilieninvestment einräumen, bleiben sie beim Blick auf die Verschuldung auf dem Boden der Realität. Trotz der historisch niedrigen Zinsen für eine Immobilienfinanzierung wäre nur einer von 16 Befragten bereit, den kompletten Kaufpreis der Immobilie mit einem Kredit zu finanzieren. Jeder Zweite zieht hingegen die Obergrenze für die Verschuldung bei 60 Prozent des Kaufpreises. Damit würden die Bundesbürger auch bei verlockenden Niedrigzinsen Augenmaß zeigen, so das positive Fazit der Studienautoren: "Auch weiterhin werden beim Immobilienerwerb nur Verschuldungsgrade eingegangen, die auch in anderen Zinssituationen tragbar erscheinen."


Redaktion: Britta Barlage