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Diese Rohstoffe sind beim Bau von Immobilien besonders gefragt

Egal ob Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung. Der Ziegel bleibt des Deutschen beliebtester Wandbaustoff für Immobilien. Das hat eine Studie des Marktforschungsunternehmens BauInfoConsult ergeben.

Ziegel liegt als Rohstoff beim Bau von Immobilien nach wie vor vorne - Holz scheint aus einem speziellen Grund jedoch aufzuholen.

Ziegel liegt als Rohstoff beim Bau von Immobilien nach wie vor vorne - Holz scheint aus einem speziellen Grund jedoch aufzuholen.

(München, 16.08.2018) Laut dem Statistischen Bundesamt - auf das sich BauInfoConsult bei seinen Erhebungen bezieht - lag der Marktanteil von Ziegeln im Jahr 2017 bei den wichtigsten Arten von Immobilien bei je etwa 30 Prozent. Die Experten führen diese Spitzenstellung auf die bautechnischen Eigenschaften des Ziegels zurück. "So ermöglicht gerade die geringe Wärmeleitfähigkeit moderner (Hochloch-)Ziegel einen monolithischen Wandaufbau ohne zusätzliche Wärmedämmung unter Einhaltung der Energieeinsparverordnung."

Im Unterschied zum Ein- und Zweifamilienhaus rangiert Kalksandstein beim Mehrfamilienhausbau mit 33 Prozent Marktanteil noch knapp vor dem Ziegel. Der weiße und massive Stein eigne sich für tragendes und nicht tragendes Mauerwerk von Außen- und Innenwänden und könne die bei mehrgeschossigen Bauwerken auftretenden höheren Lasten aufnehmen. Außerdem sorge die hohe Masse der Steine bei Innenwänden von Immobilien für guten Schallschutz, was beispielsweise bei den erhöhten Schallschutzanforderungen einer Haustrennwand oder bei Wohnungstrennwänden gewünscht ist - so die Experten.

Neben dem Ziegel hat sich auch der Porenbeton als Wandbaustoff vor allem im Ein- und Zweifamilienhausbau etabliert (24,5 Prozent). Für den leichten Stein spricht laut BauInfoConsult unter anderem seine geringe Rohdichte. Daher seien die Steine einfach zu verarbeiten - "ohne dabei die sehr guten Dämmeigenschaften zu verlieren." Außerdem böten viele Hersteller komplette Bausysteme vom Keller bis zum Dach an. Was die Macher der Studie nicht erwähnen: Porenbeton eignet sich sehr gut für Bauherren, die schon im Rohbau viel Eigenleistung erbringen wollen.

Die Studie vermerkt auch den gestiegenen Marktanteil des Baustoffes Holz beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern. "Fast jedes fünfte Gebäude in diesem Segment wurde 2017 aus Holz errichtet. Dabei gilt es zu beachten, dass es sich dabei zum größten Teil um Fertighäuser handelt." Auf den gestiegenen Marktanteil der Fertighäuser verweist auch der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Gegen den Trend hätten Fertighäuser 2017 um 5,5 Prozent zugelegt, während der Gesamtmarkt bei Ein- und Zweifamilienhäusern einen Rückgang von 4,7 Prozent verzeichnet habe. Mit einem Marktanteil an den genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern von 19,7 Prozent im vergangenen Jahr hat der Fertigbau nach BDF-Angaben einen "historischen Bestwert" erreicht. Um die Jahrtausendwende habe die Quote noch bei 13,5 Prozent gelegen.


Redaktion: Joachim Hoffmann

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