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Eigenleistungen sind für viele Bauherren Bestandteil der Baufinanzierung

Als „Muskelhypothek“ sind Eigenleistungen schon seit langem ein Bestandteil der Baufinanzierung. Sie helfen dabei, den Kreditbedarf zu reduzieren und damit letztlich den Eigenkapitalanteil innerhalb der Baufinanzierung zu erhöhen.

Dass dies auch heute noch der Fall ist, zeigt zum Beispiel eine kürzlich veröffentlichte Umfrage des Bauherren-Schutzbundes. In einer Online-Umfrage gaben rund 500 Häuslebauer Auskunft über ihre Ansichten und Planungen in Sachen Eigenleistung. Als Motivation für das Einbringen der eigenen Arbeitskraft steht für die allermeisten ganz pragmatisch die Kostenersparnis im Vordergrund: 96 Prozent der Befragten nannten die Senkung der Investitionssumme als Hauptgrund für die Eigenleistungen. Gut ein Drittel will mit Eigenleistungen das eigentlich zu niedrige Eigenkapital ausgleichen.

Gerade letzteres sollte aber mit Vorsicht in Erwägung gezogen werden, denn die finanzielle Entlastung durch die Eigenleistung hält sich in Grenzen. Zunächst einmal wird der Umfang der Eigenleistungen durch zeitliche Rahmenbedingungen limitiert: Auch wer einen Teil seines Jahresurlaubs auf der Baustelle verbringt und hilfsbereite Familienmitglieder und Freunde als Mitarbeiter gewinnen kann, kann nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Bauarbeiten selbst bewerkstelligen. Ein weiteres Hemmnis ist oft die fachliche Qualifikation. Während sich einfache Arbeiten wie das Streichen von Wänden oder die Verlegung eines Laminat-Fußbodens von handwerklich geschickten Laien durchführen lassen, sollten kritische Gewerke wie Installationen unbedingt dem Fachmann vorbehalten bleiben. Überdies sollten Bauherren nicht vergessen: Wer Eigenleistungen aus dem Angebot des Bauunternehmers ausklammert, muss die dabei anfallenden Materialkosten selbst tragen – und das schmälert wiederum das Einsparpotenzial.

Höhe der Entlastung durch Eigenleistung nicht überschätzen

Die Höhe der „Muskelhypothek“ sollte man nicht überschätzen. Unter Experten gilt es als durchaus machbar, Eigenleistungen im Wert von 10.000 und 15.000 Euro zu erbringen. Die Umfrage des Bauherren-Schutzbundes zeigt, dass drei Viertel der befragten Bauherren die Obergrenze bei den Eigenleistungen in diesem Bereich festmachen.

Generell gilt bei Eigenleistungen: Am meisten Geld lässt sich bei Gewerken sparen, wo der Lohnanteil innerhalb der Gesamtkosten vergleichsweise hoch ist. Bauherren sollten ihre Eigenleistungen im Bauvertrag möglichst klar definieren und mit dem Bauunternehmen konkrete Gutschriften vereinbaren. Je nach Anbieter kann es sinnvoll sein, bei Eigenleistungen das Material vom Bauunternehmen liefern zu lassen und auf diese Weise die Konditionenvorteile im Einkauf mitzunutzen.

Tipp: Die Baufinanzierungsspezialisten von Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler für private Baufinanzierungen, unterstützen Bauherren im Beratungsgespräch dabei, ihren Finanzierungsbedarf realistisch einzuschätzen.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 04.06.2012