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Ein Jahr Baukindergeld: Bislang 135.000 Anträge eingegangen

Vor allem junge Familien mit niedrigem Einkommen nutzen die staatliche Förderung. Fast 30 Prozent der zur Verfügung stehenden Zuschüsse wurden bereits gewährt.

Baukindergeld: Viele Familien profitieren von den Fördermitteln.

Baukindergeld: Viele Familien profitieren von den Fördermitteln.

(München, 16.09.2019) Ein Jahr nach der Einführung des Baukindergeldes ziehen das Bundesinnenministerium und die mit der Abwicklung der Förderung beauftragte KfW eine positive Zwischenbilanz. 135.000 Antragseingänge melden die beiden Institutionen in den ersten zwölf Monaten - das sei ein "echter Renner", freut sich Bundesinnenminister Seehofer und betont: "Das Baukindergeld ist einer der zentralen Pfeiler der Wohnungspolitik dieser Bundesregierung."

Bei der räumlichen Verteilung der Anträge spiegeln sich die Bevölkerungsanteile der einzelnen Bundesländer wider: Die meisten Anträge - knapp 30.000 - wurden in Nordrhein-Westfalen gestellt, auf den Plätzen zwei und drei folgen Baden-Württemberg und Bayern mit jeweils rund 18.000 Anträgen. Sechs von zehn Förderanträgen stellten Familien mit Wohnsitz in einer Großstadt oder einem städtischen Kreis, die restlichen 40 Prozent der Antragsteller wohnen in ländlichen Kreisen.

Weitgehend erreicht hat die Bundesregierung mit dem Baukindergeld das Ziel, vor allem junge Familien mit eher niedrigem Einkommen auf dem Weg in die eigenen vier Wände zu unterstützen: Rund 60 Prozent der geförderten Familien verfügen über ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von maximal 40.000 Euro, und in zwei Dritteln der Haushalte mit Anrecht auf Baukindergeld leben Kinder, die jünger sind als sieben Jahre.

Deutlich geringer sind indes die Auswirkungen des Baukindergelds auf die Neubautätigkeit. Denn: Mehr als drei Viertel der Fördermittel fließt an Käufer von Bestandsimmobilien. Aufgrund der Vorlaufzeiten für Planung und Genehmigung hofft der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB), dass sich dieses Verhältnis in der Zukunft ändert. "Wir gehen davon aus, dass das Baukindergeld in den folgenden Monaten auch im Neubau Wirkung zeigt", sagt ZDB-Präsident Reinhard Quast.

Allerdings sind zum aktuellen Stand bereits annähernd 30 Prozent der bereitgestellten Fördergelder gewährt worden, da die Bundesregierung das Baukindergeld auf ein Gesamtvolumen von 9,9 Milliarden Euro begrenzt hat. Wenn dieser Betrag bewilligt ist, können Bauherren und Eigenheimerwerber keine neuen Anträge mehr stellen.

Wer Baukindergeld beantragen kann und welche gesetzlichen Vorgaben es dabei gibt, erläutert die Interhyp-Infoseite zum Baukindergeld.


Redaktion: Thomas Hammer