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Einbruchschutz am Haus: Keine Chance für Langfinger

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist laut Polizeilicher Kriminalstatistik auf hohem Stand. Für den Einbruchschutz gibt es nun Fördermittel der KfW.

Einbruchschutz: Jetzt gibt es dafür Fördermittel

(München, 19.01.2016) Wenn es um die Ausstattung des Bades oder der Küche im Eigenheim geht, langen die meisten Hauseigentümer ordentlich hin: Whirlwanne und Sauna, Dampfgarer und High-Tech-Herd? Kein Problem! Knausriger zeigen sich Eigentümer oft in Sachen Vorkehrungen gegen Einbruchsicherheit: Müssen die Sicherheitsschlösser und Fenster mit Verriegelung wirklich sein? Und brauchen wir wirklich eine Alarmanlage? Dabei wissen viele nicht: Der Staat fördert den Einbruchschutz über die staatliche Förderbank KfW. Der Einbau von mechanischen und elektronischen Sicherheitsvorkehrungen wird seit Kurzem über das Programm 159 "Altersgerecht Umbauen" gefördert. Das Programm wurde speziell um die Komponente "Einbruchschutz" erweitert. Interessenten können einen Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit zu sehr günstigen Zinsen aufnehmen. Für kleinere Maßnahmen reicht eventuell auch die Zuschuss-Variante (KfW-Programm 455). Hier erhalten Antragsteller bis zu 1.500 Euro Zuschuss pro Wohneinheit. Anträge für den Einbruchschutz über die Kredit-Variante können ab April 2016 gestellt werden, die Zuschuss-Variante ist schon jetzt nutzbar. Ein solche Förderung können Eigenheimbesitzer zum Beispiel ins Auge fassen, wenn sie ohnehin eine Modernisierung planen oder wenn eine Anschlussfinanzierung oder Umschuldung ansteht.

Dass der Einbruchschutz oft sinnvoll ist, zeigen die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik. Denn im Jahr 2014 wurden mehr als 152.000 Wohnungseinbrüche registriert. Noch mehr Anlass zur Sorge gibt die Tatsache, dass die Aufklärungsquote gerade mal bei 15,9 Prozent liegt. "Die Monate Oktober bis März sind die Hochsaison für Einbrecher", erklären die Experten der bundesweiten Initiative "Nicht bei mir!". Die Folgen eines Einbruchs sind gravierend für die Bewohner. "Der psychologische Schock eines Einbruchs ist oft schwerwiegender als der materielle Schaden", betont Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative.

Bauherren und Immobilienbesitzer sollten sich deshalb rechtzeitig Gedanken machen, wie sie ihr Heim besser schützen wollen. Die Schutzmaßnahmen umfassen zwei Bereiche: Zum einen eine stärkere mechanische Sicherung von Haustüren und Fenstern durch Mehrfachverriegelung, Zusatzriegel oder Gitter. Auch gern vernachlässigte Nebentüren wie zum Beispiel die Keller- oder Terrassentüren sollten so ausgestattet sein, dass sie Tätern den Zugang zum Haus so schwer wie möglich machen.

Zum andern sollten diese Sicherheitsvorkehrungen ergänzt werden durch elektronische Hilfsmittel. Hierzu zählen Alarmanlagen, Bewegungsmelder oder eine Video-Türsprechanlage. Ist das Haus mit einer intelligenten Steuerung ausgestattet, lassen sich einzelne Bestandteile miteinander verknüpfen. So kann zum Beispiel ein Warnsignal aufs Mobiltelefon oder an einen Sicherheitsdienst erfolgen, wenn sich ein Einbrecher an der Haustür zu schaffen macht. Der Mehraufwand von zirka 3.000 bis 5.000 Euro ist nicht selten gut angelegtes Geld. Denn "42 Prozent aller versuchten Einbrüche scheitern an professionellem Schutz", betonen die Präventionsexperten.


Redaktion: Britta Barlage