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Energieverbrauch hängt stark vom Heizverhalten ab

In den aktuellen Verordnungen zur Senkung des Heizenergiebedarfs von Wohngebäuden stehen die technischen Daten der Wärmedämmung und der Effizienz der Heizungsanlage im Mittelpunkt. Wie stark aber auch der Einfluss des individuellen Verhaltens auf den Energieverbrauch ist, hat der Energiedienstleister Techem in einer aktuellen Studie ermittelt.

Energieverbrauch hängt vom Heizverhalten ab

(München, 28.12.2015) Bei der Analyse der Verbrauchswerte von mehr als 50.000 Wohnungen seien enorme Differenzen beim Verbrauch von Heizenergie zutage getreten, berichtet Techem. Bei manchen Bewohnern liege der Energieverbrauch bei weniger als einem Drittel des Durchschnittswertes eines Mehrfamilienhauses, während andere das Dreifache des Durchschnitts oder sogar noch mehr an Heizenergie benötigen. Nicht beeinflussbare Faktoren wie beispielsweise die Lage innerhalb der Wohnung machen der Studie zufolge nur einen geringen Teil der Unterschiede aus, während das persönliche Temperaturempfinden und in erster Linie auch das Lüftungsverhalten gravierende Auswirkungen auf den Verbrauch haben.

Den Studienautoren zufolge hängt das Erreichen des klimapolitischen Ziels, bis zum Jahr 2020 den Wärmebedarf im Gebäudebestand um 20 Prozent zu reduzieren, maßgeblich mit davon ab, dass sich Verbraucher von einem Umstieg auf ein sparsameres Heizverhalten überzeugen lassen. Als geeignetes Mittel dazu sehen die Experten den Einsatz von sogenannten Monitoring-Systemen. Dabei können Bewohner beispielsweise per Smartphone-App in Echtzeit sehen, wie hoch ihr aktueller Verbrauch im Vergleich zum Durchschnitt ihrer Nachbarn ist. Das Kalkül: Wer anhand konkreter Zahlen laufend sehen kann, wie viel Energie er aktuell benötigt, ist eher zu einer Verhaltensänderung bereit als ein Bewohner, der die Quittung für sein Verhalten nur einmal pro Jahr bei der Heizkostenabrechnung erhält.

Zu einem ähnlichen Ergebnis war kürzlich bereits eine Studie des Bundesministeriums und der Deutschen Energieagentur (dena) gekommen. Demnach sorgt eine regelmäßige Verbrauchsinformation dafür, dass Mieter ein sparsameres Verhalten als zuvor an den Tag legen.


Redaktion: Britta Barlage