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Energieverbrauch im Haus: Wie die Deutschen Heizkosten sparen

Den Energieverbrauch beim Heizen will ein Großteil der Bundesbürger senken. Zum Erreichen dieses Ziels werden zuweilen höchst unterschiedliche Wege beschritten.

Eine beliebte Maßnahme, um den Energieverbrauch zu senken: Die Heizung in ungenutzten Zimmern runterdrehen.

Eine beliebte Maßnahme, um den Energieverbrauch zu senken: Die Heizung in ungenutzten Zimmern runterdrehen.

(München, 25.10.2016) Wenn es ums Heizen geht, zeigen sich altbekannte Klischees: Männer bevorzugen technische Hilfen, um den Energieverbrauch zu vermindern. Frauen setzen eher auf Kleidung als Energiesparfaktor und ziehen lieber einen warmen Pullover an. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Immobilienportals Immowelt, das 1.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zum Verhalten beim Sparen von Heizkosten befragt hat.

Die Heizperiode beginnt für 43 Prozent der Umfrageteilnehmer im Oktober, 26 Prozent lassen die Heizung bis Anfang November abgeschaltet. Um weniger Geld für den Energieverbrauch auszugeben, bevorzugt jeder dritte Mann den Einsatz einer Zeitschaltung für die Heizung - eine Lösung, die nur von einem Viertel der Frauen befürwortet wird. Dafür greift ein Drittel der Frauen zum Pullover oder zur flauschigen Decke, wenn es ihnen in der Wohnung zu kalt wird. Mehr Kleidung anziehen, um weniger zu frieren, wollen hingegen nur 24 Prozent der Männer.

Über die Geschlechtergrenzen hinweg beliebte Maßnahmen für einen geringeren Energieverbrauch sind mit einer Zustimmungsrate von 51 Prozent das Herunterdrehen der Heizung und das Schließen der Türen in aktuell nicht genutzten Zimmern. Insgesamt zeigt sich, dass das Energiesparen viele Verbraucher beschäftigt: Nur 15 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, im Herbst einfach nur die Heizung anzuschalten und sich über Einsparmöglichkeiten keine Gedanken zu machen.

Die vom baden-württembergischen Umweltministerium geförderte Initiative "Zukunft Altbau" macht darauf aufmerksam, dass auch das Lüftungsverhalten zum Energiesparen beitragen kann. Effizienter als Dauerlüften auf Kipp sei es, alle Fenster zu öffnen und für fünf bis zehn Minuten einen Durchzug herzustellen. Dies sorge für den nötigen Luftaustausch, ohne dass die Wände auskühlen.

Wer seinen Energieverbrauch beim Heizen dauerhaft reduzieren will und bereit ist, dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen, kann die laufenden Verbrauchskosten mit dem Austausch des alten und ineffizienten Heizkessels oder einer Verbesserung der Wärmedämmung senken. Für die Finanzierung solcher Vorhaben stellt die staatliche KfW-Förderbank zinsverbilligte Kredite und Zuschüsse bereit. Bei Immobilieneigentümern erfreuen sich die KfW-Fördermittel offenbar großer Beliebtheit: Für das erste Halbjahr 2016 meldete die KfW einen starken Zuwachs bei den Kreditzusagen im Bereich Wohnen und schreibt dazu: "Sehr erfreulich ist dabei, dass der Zuwachs vor allem in den Förderprogrammen Energieeffizient Bauen und Sanieren erzielt wurde und somit mehr Investitionen in den energetisch hochwertigen Neubau und die energieeffiziente Sanierung von Bestandsimmobilien geflossen sind."


Redaktion: Thomas Hammer