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Erleichterte Förderung für Einbruchschutz

Mit neuen Förderbedingungen erleichtert die KfW-Bank in Kooperation mit dem Bundesbauministerium und dem Bundesinnenministerium Bauherren und Mietern Investitionen in Maßnahmen gegen Einbruch. Sie können nun auch bei kleineren Vorhaben Zuschüsse beantragen.

Die KfW-Bank fördert Maßnahmen zum Einbruchschutz

Die KfW-Bank fördert Maßnahmen zum Einbruchschutz.

(München, 29.03.2017) Die jüngste Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes bezieht sich auf das Jahr 2015 und spricht eine deutliche Sprache: gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um fast zehn Prozent auf 167.136 Fälle gestiegen, gleichzeitig ist die Aufklärungsquote von 15,9 auf 15,2 Prozent gesunken. In der Folge hatte die KfW-Bank schon 2016 das Förderangebot im Bereich Einbruchschutz um eine Kreditvariante erweitert (Programm 159). Jetzt legt das bundeseigene Kreditinstitut bei den Zuschüssen (Programm 455) noch einmal nach. Der Mindestbetrag für eine Investition in einbruchhemmende Maßnahmen verringert sich von 2.000 auf 500 Euro. "Die Höhe des Zuschusses liegt bei 10 Prozent der investierten Mittel und beträgt künftig folglich mindestens 50 Euro", heißt es in einer KfW-Mitteilung. KfW-Vorstandsmitglied Ingrid Hengster betont, dass somit auch "kleinere Maßnahmen für den Einbruchschutz, wie zum Beispiel der Austausch von Türschlössern" förderwürdig seien. Wie bisher liegt die Förderobergrenze bei 1.500 Euro Zuschuss, was eine Investition in Höhe von 15.000 Euro erfordert.

Zu den geförderten Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz zählen der Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren sowie deren Ausrüstung mit Türspionen und Zusatzschlössern. Auch die Verstärkung von Fenstern, Balkon- und Terrassentüren mit einbruchhemmenden Gittern und Rollläden, aufschraubbaren Fensterstangenschlössern, drehgehemmten Fenstergriffen, Bandseitensicherungen und Pilzkopfverriegelungen wird gefördert, nicht jedoch der Einbau einbruchhemmender Fenster, Balkon- und Terrassentüren selbst. Des Weiteren fallen Alarmanlagen, Kamerasysteme, Panikschalter, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren oder intelligente Türschlösser unter die förderwürdigen Maßnahmen.

Dass schon die bisherige KfW-Förderung von einbruchhemmenden Maßnahmen gut angenommen wurde, zeigt ein Blick auf das Jahr 2016. Mehr als 40.000 Förderzuschüsse für Einbruchschutz hat die KfW-Bank gewährt, damit wurde die Sicherheit von rund 50.000 Wohneinheiten erhöht. "Hauptsächlich wurden einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren sowie Nachrüstsysteme für Fenster eingebaut", erklärt die KfW. Die Möglichkeit den Förderantrag online zu stellen, macht es den Verbrauchern ebenfalls einfacher.


Redaktion: Joachim Hoffmann