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Expertenbefragung: Griechenlandkrise beeinflusst Zinsentwicklung

Wie erwartet haben sich die Konditionen für Immobilienkredite eingependelt. Investoren besinnen sich in den turbulenten Zeiten noch mehr denn je auf deutsche Staatsanleihen, wovon Kreditnehmer profitieren. Dieses Bild zeichnet auch das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer, für das Interhyp erneut Experten und Analysten von Kreditinstituten befragt hat.

Zinsentwicklung

(München, 2. Juli 2015) Das Griechenland-Drama hat zumindest für Immobilienkäufer positive Seiten, wie der aktuelle Zinsbericht von Interhyp zeigt. Pünktlich zum Start der Urlaubssaison lastet der Grexit auf der zarten Konjunkturerholung, die im Frühjahr eingesetzt hatte. Angesichts des griechischen Schuldendramas und dem Wunsch nach einem ruhigen Sommer entdecken Investoren deutsche Staatsanleihen wieder, die sie im Mai geschmäht hatten. Wegen der hohen Nachfrage ist die Rendite bereits gefallen. Auch die Pfandbriefrenditen bröckeln nach dem Anstieg im Mai wieder. Da sich die Zinsentwicklung bei den Hypothekendarlehen an der Entwicklung der Pfandbriefe orientiert, nimmt der Aufwärtsdruck bei den Konditionen für Baufinanzierungen in diesen Sommertagen deutlich ab.

Die Mehrheit der für das Bauzins-Trendbarometer befragten Experten geht davon aus, dass die Baugeldzinsen kurzfristig eher gleich bleiben. Mittel- bis langfristig erwartet das Expertenpanel weitgehend einheitlich wieder steigende Zinsen. Ein Aufwärtsrisiko besteht nach Ansicht der Experten durch die mögliche Zinswende in den USA. Von allzu hohen Zinssteigerungen gehen die Experten aber nicht aus. Das Anleihe-Kaufprogramm der EZB und eine möglicherweise wiederkehrende Unsicherheit in Bezug auf Griechenland wirke einem starken Renditeanstieg entgegen.

Redaktion: Britta Barlage