News

Ferienimmobilien: Steigende Preise für begehrte Zweitwohnsitze

Spiekeroog statt Spanien: Ferienimmobilien in Deutschland liegen im Trend. Besonders gefragt seien Standorte auf den Inseln und im Alpenvorland, sagt eine aktuelle Marktstudie.

Besonders begehrt sind Ferienwohnungen auf Sylt und Norderney.

(München, 17.05.2016) Den Anstieg der Immobilienpreise bekommen nicht nur Käufer von Eigenheimen und Immobilienanleger zu spüren, sondern auch diejenigen, die sich in landschaftlich reizvollen Regionen Deutschlands eine Ferienimmobilie zulegen wollen. Im aktuellen "Ferienimmobilien Marktbericht Deutschland" sieht das Maklerunternehmen Engel & Völkers den deutschen Markt für Ferienimmobilien weiter auf Wachstumskurs. "Das vielerorts limitierte Angebot bei einem weiterhin vorherrschenden Nachfragedruck führt zu einem weiter steigenden Preisniveau", schreibt das Unternehmen in seiner aktuellen Marktstudie.

Vor allem auf den Nordseeinseln, wo der Zubau sowohl durch die Geografie wie auch vielerorts durch strenge Bauregulierung begrenzt ist, werden für Objekte in Top-Lagen stattliche Preise bezahlt. Für Sylt prognostizieren die Makler für das Jahr 2016 Quadratmeterpreise zwischen 11.000 und 14.000 Euro für Eigentumswohnungen in sehr guter Lage. Kaum günstiger sind Wohnungen in Norderney.

Auch das bayerische Alpenvorland zieht weiterhin Käufer von Ferienwohnungen und -häusern an. Am teuersten ist dort der Tegernsee mit für 2016 prognostizierten Wohnungspreisen von bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter. Günstiger sind Wohnungen am Chiemsee, für die in guten Lagen für 2016 ein Höchstpreis von 5.300 Euro pro Quadratmeter vorhergesagt wird.

Im Trend liegt laut Engel & Völkers der Erwerb eines Zweitwohnsitzes in nicht allzu ferner Distanz zum Wohnort. "Viele Eigentümer nutzen ihre Ferienimmobilie auch an den Wochenenden und schätzen daher die schnelle Erreichbarkeit", sagt Vorstandsmitglied Kai Enders. Dies zeigt sich auch in der Käuferstatistik des Unternehmens: Bei Immobilien auf den ostfriesischen Inseln wohnen 90 Prozent der Käufer in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen, während eine Ferienresidenz am Tegernsee in fast vier von fünf Fällen von Käufern mit Hauptwohnsitz in Bayern erworben wird.

Auch Kapitalanleger haben an guten Standorten derzeit gute Ertragsaussichten bei der Vermietung ihrer Ferienimmobilie. So ergab eine Umfrage des Ferienhausportals Fewo-Direkt unter 4.700 Urlaubern, dass die Deutschen in diesem Jahr bereit sind, mehr Geld als im vergangenen Jahr für die Ferienhausmiete auszugeben. Jeder zweite Urlauber plane für mindestens einen Urlaub in diesem Jahr die Anmietung einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses, so die Autoren der Studie. Pro Woche würden die Befragten im Schnitt einen Mietpreis von 834 Euro akzeptieren - das sind immerhin 11 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Redaktion: Britta Barlage