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Einrichtung: Finanzieren beim Händler ist oft teurer als bei der Bank

Wenn es ums Finanzieren von Einrichtungsgegenständen geht, bieten Händler gerne die Ratenzahlung als bequeme Lösung an. Ob Wohnzimmergarnitur, neues Schlafzimmer oder Jugendzimmer: Wenn ein Händler anbietet, in bequemen Monatsraten zu zahlen, steckt dahinter oft die Hoffnung, dass der Kunde sich dann auch mal etwas teureres leistet als es die Kassenlage eigentlich zulässt.

Die Angebote der Händler zum Finanzieren der Einrichtung sind meist klassische Ratenkredite der Hausbank oder Partnerbank des Händlers. Wie beim herkömmlichen Ratenkredit muss auch hier der Kunde einen Kreditantrag ausfüllen, seine Bonität von der Schufa durchleuchten lassen und hinterher pünktlich Zins und Tilgung entrichten.

Erst die Kreditangebote vergleichen und dann die Einrichtung finanzieren

Allerdings sind die Angebote der Händler oft alles andere als ein Zinsschnäppchen. Wer gleich beim Kauf die neue Einrichtung finanzieren will, zahlt zuweilen Zinsen, die weit über der 10-Prozent-Marke liegen. Das macht den Kauf teuer. Wer beispielsweise beim Möbelhändler einen Ratenkredit über 10.000 Euro aufnimmt, zahlt bei einem Zins von 12 Prozent und einer Laufzeit von fünf Jahren eine Monatsrate von 222,47 Euro. Über die Gesamtlaufzeit hinweg kassiert die Bank 3.347 Euro Zinsen.

Gelingt es dem Käufer hingegen, sich über dieselbe Summe einen günstigen Ratenkredit zu 6 Prozent Zins zu sichern, dann ist bei gleicher Monatsrate der Kredit schon nach vier Jahren und drei Monaten zurückgezahlt – und die Bank erhält insgesamt nur 1.355 Euro Zins. Damit hätte in diesem Beispiel der Vergleich der Kreditangebote fast 2.000 Euro eingespart.

Daher sollten Verbraucher beim Kaufen und Finanzieren von Einrichtungsgegenständen in zwei Schritten vorgehen. Zunächst einmal sollten sie prüfen, wo Ratenkredite am günstigsten zu bekommen sind. Nach Auswahl der Einrichtungsgegenstände sollten sie nicht sofort den Kaufvertrag unterschreiben, sondern sie sollten sich die Ware einige Tage lang reservieren lassen. Dann ist genügend Zeit, um sich den Ratenkredit zu sichern und nach der Auszahlung den Kaufpreis an den Händler zu bezahlen.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 13.05.2011