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Fördermittel 2016: Überblick behalten

Bei der Umsetzung eines Bau- oder Kaufvorhabens kommt unter Umständen der Einsatz von diversen Fördermitteln infrage. In einigen Programmen gelten seit Jahresbeginn und ab April 2016 neue Regeln.

Heizung

(München, 27.01.2016) Energieeffizient bauen oder sanieren, altersgerechter Umbau, erneuerbare Energien - schon allein die Bauherren-Programme der KfW-Bank sind sehr umfangreich und müssen gründlich studiert werden. Hinzu kommt die Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für umweltfreundliche Heizungstechnik. Und auch die meisten Bundesländer haben spezielle Förderprogramme, die in der Regel an bestimmte Einkommenshöchstgrenzen und Energiestandards gebunden sind. Außerdem gibt es Gemeinden, die sich Zuzug wünschen und deshalb Grundstücke zu subventionierten Preisen anbieten.

Für Immobilieninteressenten ist es also nicht leicht, sich zu orientieren, zumal sich die Förderprogramme immer wieder ändern - erst jetzt wieder, weil 2016 die neue Stufe der Energieeinsparverordnung in Kraft getreten ist. Das bringt Änderungen der Förderprogramme mit sich: So gelten seit Januar erhöhte Zuschüsse bei Modernisierung von Heizungsanlagen mit erneuerbarer Energie über das BAFA. Wer seine veraltete Heizung durch eine Biomasseanlage oder Wärmepumpe ersetzt oder eine heizungsunterstützende Solarthermieanlage einbindet und sein gesamtes Heizungssystem optimiert, kann nun einen Zusatzbonus von 20 Prozent der Förderung erhalten. Weiterhin kann ein einmaliger Investitionszuschuss von 600 Euro für die notwendigen Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz gewährt werden.

Im Programm "Energieeffizient Bauen" der KfW wird ab 1. April 2016 der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben. Durch die gestiegenen Anforderungen gemäß EnEV 2014 fällt die KfW-Förderung für den Standard "KfW-Effizienzhaus 70" weg. Dafür wird ein weiterer Standard "KfW-Effizienzhaus 40 Plus" mit einem attraktiven Tilgungszuschuss eingeführt. Und seit dem 1. Januar 2016 kommt innerhalb des Förderprogramms "Energieeffizient Sanieren" eine Subvention von Heizungs- und Lüftungspaketen hinzu. Kreditnehmer können pro Wohneinheit einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent der Darlehenssumme, maximal jedoch 6.250 Euro, bekommen. Mit den Maßnahmen kann schon jetzt begonnen werden, die Antragsstellung ist aber erst ab dem 1. April möglich.


Redaktion: Franziska Buß