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Fördermittel der KfW: Mehr Geld fürs Wohnen

Fördermittel sind gefragt: Die enorme Bautätigkeit in Deutschland spiegelt sich auch in den Zahlen der KfW Förderbank im Bereich Wohnen wieder. Bauherren und Sanierer haben in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 Fördergelder in Höhe von 15,5 Milliarden Euro erhalten.

Fördermittel zum energieeffizienten Bauen erfreuen sich aktuell wachsender Beliebtheit.

Fördermittel zum energieeffizienten Bauen erfreuen sich derzeit wachsender Beliebtheit.

(München, 09.11.2017) Bei ihren Bau- und Sanierungsvorhaben setzen nach wie vor sehr viele Bauherren auf die Fördermittel der KfW Bank. Gründe hierfür sind lange Zinsbindungen und oft günstigere Zinsen als bei herkömmlichen Darlehen. Den Löwenanteil machen dabei die Kredite der Programmgruppe "Energieeffizient Bauen und Sanieren" aus. Hier wurden in den ersten drei Quartalen 2017 Kredite und Zuschüsse in Höhe von 11,7 Milliarden Euro vergeben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2016 entspricht das einer Steigerung von 5 Prozent.

Innerhalb der Programmgruppe gab es unterschiedliche Entwicklungen: Beim Neubau stieg das Fördervolumen des Programms "Energieeffizient Bauen" um mehr als zehn Prozent von 7,7 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro. Bei den Sanierungen setzen viele Bauherren nach wie vor auf die Fördermittel im Rahmen der "Energieeffizient Sanieren" Programme. Allerdings ging in dieser Programmgruppe das Volumen in den Monaten Januar bis September 2017 im Vergleich zum Vorjahr von 3,1 auf 2,8 Milliarden Euro zurück. Dagegen scheint die Zuschussvariante des Programms 430 mit bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit für viele Sanierer immer attraktiver zu werden: Die KfW zahlte im ersten Dreivierteljahr 2017 mit 374 Millionen Euro so viel aus wie im ganzen Jahr 2016 und 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Fördermittel zum energieeffizienten Bauen und Sanieren werden zukünftig nicht an Wichtigkeit verlieren. Denn die Bundesregierung hat mit dem Klimaschutzplan 2050 anspruchsvolle Ziele für den Gebäudesektor gesetzt. Wie eine Studie der Deutschen Energie-Agentur kürzlich gezeigt hat, ist dafür eine Steigerung der jährlichen Sanierungsrate auf mindestens 1,4 Prozent erforderlich.


Redaktion: Joachim Hoffmann