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Fördermittel für den Austausch von Einzelöfen

Wer alte und wenig umweltfreundliche Einzelöfen austauschen will, kann unterschiedliche Fördertöpfe anzapfen. Ein eigenes Förderprogramm bietet die Stadt München.

Baustelle aus Entfernung

(München, 10.03.2016) Heizkamine und Öfen älteren Baujahrs, die mit festen Brennstoffen wie Scheitholz oder Briketts befeuert werden, verursachen häufig hohe Feinstaubemissionen. Um den Austausch veralteter Feuerstätten zu beschleunigen, hat die Stadt München nun ein bereits bestehendes Förderprogramm nochmals bis Ende 2017 verlängert.

Bezuschusst wird der Umtausch von Feststoff-Feuerstätten, die vor dem 30.10.1999 in Betrieb genommen wurden, gegen moderne Öfen mit deutlich reduziertem Feinstaubausstoß. Voraussetzung ist, dass die neuen Öfen eine Nennwärmeleistung zwischen 4 und 15 Kilowatt vorweisen und die Grenzwerte der Stufe 2 der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes erfüllen. Der Zuschuss beträgt 30 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, maximal jedoch 300 Euro. Wenn das zur Verfügung stehende Fördervolumen von 100.000 Euro aufgebraucht ist, kann das Programm auch vorzeitig beendet werden.

Allerdings gilt diese Förderung nur für Öfen, die in München betrieben werden. Aber auch Einwohner von anderen Städten können unter Umständen in den Genuss von Fördermitteln kommen, wenn sie ihre veraltete Heizungsanlage von Einzelöfen auf eine moderne und effiziente Heizung umrüsten.

So gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Fördermittel für die Umrüstung auf Heizungsanlagen, die mit Holzpellets betrieben werden. Einzelöfen müssen jedoch über ein Wassertasche verfügen, mit der entweder die Zentralheizung unterstützt oder Brauchwasser erwärmt werden kann. Der BAFA-Zuschuss beträgt bis zu 80 Euro pro Kilowatt Leistung, mindestens jedoch 2.000 Euro. Bei der Umrüstung auf eine Pellet-Zentralheizung sind höhere Förderbeträge möglich.

Fördermittel der KfW können Hauseigentümer nur erhalten, wenn sie sich im Zuge einer Komplettsanierung des Heizungssystems von veralteten Einzelöfen verabschieden und eine moderne Zentralheizung installieren. Im Rahmen des so genannten Heizungspaketes können Eigentümer bei der Heizungsmodernisierung Fördermittel aus dem KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" beantragen. Zur Wahl stehen dabei zinsverbilligte Darlehen oder Investitionszuschüsse bis zu 7.500 Euro pro Wohneinheit.


Redaktion: Patrizia Difonzo