News

Fördermittel für Immobilien besonders in Großstädten gefragt

Insbesondere in Großstädten sind die Preise für Immobilien in den vergangenen Jahren gestiegen. Laut einer aktuellen Umfrage befürwortet die Mehrheit der Deutschen spezielle staatliche Fördermittel zum Immobilienkauf in Metropolen.

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich spezielle Fördermittel für Immobilien in Großstädten.

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich spezielle Fördermittel für Immobilien in Großstädten.

(München, 23.08.2017) Eine Studie der BHW Bausparkasse ergab, "60 Prozent der Deutschen wollen, dass Immobilienerwerber in Großstädten eine spezielle Förderung bekommen". Laut der Studie planen 18 Prozent der Großstädter in den kommenden fünf Jahren, Immobilien zu kaufen oder zu bauen. Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse, fordert deshalb wirksame Maßnahmen von der Politik: "Staatliche Hilfen für Erwerber sollten zielgerichtet da ansetzen, wo die größten Herausforderungen bestehen, in den Großstädten." Ein Immobilienerwerb in Metropolen sollte keine Frage des Reichtums sein: "Wohneigentum sollte auch für Haushalte mit mittleren Einkommen in den Städten erreichbar sein", sagt Koschate. Dank solcher Fördermittel könnten auch Familien in den Städten wohnen. Außerdem würde der Pendlerverkehr und somit die Umwelt- und Straßen-Belastung reduziert.

Dass die Immobilienpreise in Großstädten innerhalb der vergangenen zehn Jahre gestiegen sind, belegen auch Daten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die Wohnkaufpreise seien in den sechs größten Städten Deutschlands seit 2007 im Schnitt um mehr als 50 Prozent gestiegen: "Nach unserer Einschätzung sind die Preise damit in den vergangenen zehn Jahren um rund 45 Prozentpunkte stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen der Stadtbewohner", erklärt BVR-Vorstand Andreas Martin. Um einen weiteren starken Preisanstieg zu vermeiden, stellt der BVR drei Forderungen an die Politik. "Erstens sollte in den großen Städten Deutschlands mehr Bauland ausgewiesen werden. Zweitens sollten angebotshemmende Regulierungen, wie zum Beispiel die Mietpreisbremse, nicht weiter verschärft werden. Und drittens sollten zu strenge Bauauflagen die Preise nicht unnötig in die Höhe treiben."


Redaktion: Joachim Hoffmann