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Fördermittel: Mehr Durchblick für Bauherren

Der Bundesverband Verbraucherzentrale (vzbv) hat sein Ratgeberportal über Fördermittel neu gestartet. Bauherren können zum Beispiel von KfW-Fördermitteln profitieren.

Maurer auf einer Baustelle

(München, 20.05.2016) In Deutschland wird kräftig gebaut. Im Jahr 2015 wurden laut Statistischem Bundesamt fast 309.000 Wohnungen genehmigt - 8,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Erstmals seit dem Jahr 2000 wurde die Marke von 300.000 genehmigten Wohnungen übertroffen.

Angesichts niedriger Zinsen hält der Bauboom auch in diesem Jahr an und stellt Bauherren und Renovierer vor einige Herausforderungen. "Ein Haus zu bauen, zu kaufen oder zu sanieren ist mit hohen Kosten verbunden. Geht etwas schief, ist der Ärger groß", gibt Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands Verbraucherzentrale (vzbv), zu bedenken. Das Informationsportal baufoerderer.de soll Bauherren "mit Informationen und Tipps unterstützen und zeigen, wie sich etwa durch energieeffizientes Bauen bares Geld sparen lässt."

Themen wie die gängigen Bauweisen und Energiestandards werden ebenso abgehandelt wie Finanzierung, Recht und Verträge. Verbraucher erfahren zudem Wissenswertes über Baupartner und Baukosten, neue Trends oder Qualitätssicherung. Mithilfe der Fördermittelsuche können Verbraucher passende Förderprogramme recherchieren, die von der staatlichen Förderbank KfW, vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und von Landesförderinstituten bereitgestellt werden.

Gerade bei den Fördermitteln tun sich viele Bauherren und Sanierer schwer, da es nicht leicht ist, den Überblick zu behalten, welche Einrichtung welche Maßnahmen fördert. Angesichts der niedrigen Zinsen fragen sich viele Bauaspiranten, ob es sich überhaupt lohnt, zusätzlichen bürokratischen Aufwand zu betreiben, um an die Fördermittel zu kommen. Die Experten des Bauherren-Portals "Aktion pro Eigenheim" beantworten diese Frage mit einem klaren Ja. Denn Traumzinsen gebe es bei den meisten Geldgebern nur bei einer moderaten Beleihung bis 50 oder 60 Prozent des Beleihungswertes. "Wer sich die guten Konditionen längerfristig sichern möchte oder nur einen geringeren Eigenanteil beisteuern kann, wird schnell ein deutlich teureres Angebot bekommen."

Beim Beleihungswert lohne es sich bei der Bank nachzufragen, ob sie den KfW-Anteil an der Gesamtfinanzierung wie Eigenkapital des Bauherrn behandelt oder als Teil der gesamten Kreditsumme ansieht. Im ersten Fall können Bauherren durch die Kombination des KfW-Darlehens mit dem Hypothekendarlehen auch den Zinssatz der Hypothek günstig beeinflussen. Auch sprechen diverse Tilgungszuschüsse für einen KfW-Kredit. Je nach Programm und erreichtem Energieeffizienzstandard gibt es beim KfW-Programm 153 "Energieeffizient Bauen" bis zu 15.000 Euro Schuldenerlass, beim Programm 151 "Energieeffizient Sanieren" sind es sogar bis zu 27.500 Euro.


Redaktion: Britta Barlage