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Forward-Darlehen im Vergleich zum Bereitstellungzins: Optimale Lösung durch Beratung

Forward-Darlehen sind vergleichsweise beliebt – insbesondere dann, wenn es um die Anschlussfinanzierung geht. Gerade in Zeiten steigender Zinsen kann das Forward-Darlehen im Vergleich zum Warten auf das Auslaufen der Zinsbindungsfrist trotz Zinsaufschlags die günstigere Variante sein.

Nachdem sich die Anzeichen für eine Erhöhung der Leitzinsen in der Euro-Zone verdichtet haben, sehen etliche Experten für die kommenden Monate eine steigende Nachfrage nach Forward-Darlehen. Vergleichen sollten Kreditnehmer hierbei nicht nur den Zinsaufschlag und die erwartete Marktentwicklung, sondern auch das herkömmliche Darlehen mit Bereitstellungszins als Alternative.

Ob das Forward-Darlehen im Vergleich zum klassischen Kredit als Sieger hervorgeht, hängt in erster Linie davon ab, wann die Zinsbindung ausläuft. Maßgebend sind hierbei die unterschiedlichen Berechnungsweisen bei Zinsaufschlag und Bereitstellungskosten.

Bereitstellungszins oder Forward-Darlehen: Vergleichen sollte man mit Sorgfalt

Die Kosten für das Forward-Darlehen sind vergleichsweise einfach zu ermitteln. Je nach Dauer der Aufschubfrist bis zur Darlehensauszahlung berechnet die Bank einen Zinsaufschlag, der für die gesamte Laufzeit gilt. Steht in einem halben Jahr die Anschlussfinanzierung an, muss der sofortige Abschluss eines Forward-Darlehens mit einem Zinsaufschlag von rund 0,3 Prozentpunkten bezahlt werden, bei zwei Jahren Wartezeit beträgt der Aufschlag derzeit rund 1,2 Prozentpunkte.

Das Forward-Darlehen vergleicht man bei der aufgeschobenen Anschlussfinanzierung in der Regel mit einem klassischen Anschlusskredit, der jedoch erst später abgerufen wird. Nach Ablauf einer Frist, die je nach Geldinstitut meist bei drei bis sechs Monaten liegt, wird bis zur Auszahlung ein so genannter Bereitstellungszins fällig, der monatlich auf Basis der Darlehenssumme berechnet wird und zumeist 0,25 Prozent beträgt. Diese Zusatzgebühr beläuft sich dann beispielsweise bei drei Monaten kostenloser und weiteren neun Monaten kostenpflichtiger Wartezeit auf 2,25 Prozent des Kreditbetrags.

Damit das Forward-Darlehen vergleichbar wird mit der Praxis der Bereitstellungszins-Berechnung, sollten sich Kreditnehmer beide Varianten durchrechnen lassen und prüfen, welcher Weg auf Sicht der gewünschten neuen Zinsbindungsfrist die geringsten Kosten verursacht.

Interhyp AG, 10.03.2011