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Forward-Darlehen nur für Immobilienbesitzer

Wer sich gegen einen Anstieg der Baugeldzinsen absichern will, kann ein Forward-Darlehen abschließen. Die Konditionen dafür sind jetzt trotz der Aufschläge für die Vorlaufzeit günstig, berichten Verbraucherportale. Diese Absicherung ist nur für Immobilienbesitzer möglich, deren bestehende Finanzierung ausläuft, nicht jedoch wie gelegentlich angenommen beim Hauskauf.

Mit Forward-Darlehen Zinsen sichern

(München, 07.12.2015) Die meisten Bauherren sind am Ende der ersten Zinsbindungsfrist noch nicht schuldenfrei, sondern haben eine Restschuld, für die sie eine Anschlussfinanzierung brauchen. Hausbesitzern, deren Zinsbindung ihres Baudarlehens in ein bis drei Jahren abläuft, wird momentan von vielen Experten geraten, ein sogenanntes "Forward-Darlehen" zu erwägen. Der Gedanke dahinter: Läuft die Zinsbindung ihres Darlehens erst in ein paar Jahren aus, können sich Hausbesitzer mit einem Forward-Darlehen vor einem möglichen Zinsanstieg schützen. Das geht bis zu fünf Jahre im Voraus, wie die Stiftung Warentest berichtet. Die Konditionen dafür sind im Vergleich zur Vergangenheit - etwa vor fünf oder sechs Jahren - günstig.

Den vorzeitigen Abschluss des Darlehens lässt sich der Kreditgeber allerdings mit einem Zinsaufschlag bezahlen, berichtet das Verbraucherportal finanztip. "Wie hoch der Zinsaufschlag ist, hängt davon ab, wie die Bank die Zinsentwicklung einschätzt", so finanztip. "In den vergangenen Jahren lag der Aufschlag bei 0,01 bis 0,03 Prozentpunkten pro Monat bis zur Ablösung des alten Darlehens." Steigen die Baugeldzinsen bis zum vereinbarten Termin, hat sich der Aufschlag für Immobilienbesitzer gelohnt. Fallen die Zinsen jedoch noch weiter, zahlen sie drauf. Allerdings haben sie dafür über einen längeren Zeitraum auch Kalkulationssicherheit bekommen. Zudem besteht bei den gegenwärtigen Baugeldzinsen kaum noch Spielraum nach unten.

Ein Forward-Darlehen kommt für Eigenheimbesitzer in Frage, aber nicht für Bau- oder Kaufwillige, die erst in zwei bis drei Jahren bauen wollen und dann ein Darlehen brauchen.


Redaktion: Patrizia Difonzo