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Franken-Anstieg offenbart Risiken bei Fremdwährungs-Darlehen

Immer wieder tauchten in den vergangenen Jahren Darlehensangebote am Markt auf, deren Konditionen weit unter denen lagen, die selbst günstige Kreditanbieter von den Kunden verlangten. Allerdings wurden die Darlehen nicht wie bei der Baufinanzierung üblich in Euro, sondern in fremden Währungen - vorzugsweise in Schweizer Franken - abgerechnet. Das Verkaufsargument der Anbieter: Weil in der Schweiz die Zinsen noch niedriger sind als in der Euro-Zone, könne der Darlehensnehmer mit dem Fremdwährungs-Darlehen Zinskosten sparen.

Allerdings setzten diejenigen, die Fremdwährungs-Darlehen abgeschlossen hatten, ihre Baufinanzierung den Risiken der Devisenmärkte aus. Denn beim Bau oder Kauf der Immobilie musste entsprechend dem damaligen Wechselkurs ein Franken-Kredit abgeschlossen werden, bei dem die Auszahlung nach dem Umtausch in Euro die Baukosten abdeckten. Bestehen blieb jedoch das Darlehen in fremder Währung, so dass sich der Euro-Gegenwert der Schulden seitdem je nach Laune des Devisenmarktes laufend änderte.

Im Zuge der Euro-Schuldenkrise erwies sich in den vergangenen Monaten die Flucht internationaler Großanleger in den Schweizer Franken als finanzielle Fehlentscheidung für die Darlehensnehmer, die ihr Baudarlehen in Franken zurückzahlen müssen. Vor drei Jahren entsprach der Gegenwert eines Schweizer Franken noch rund 65 Euro-Cent, so dass zum damaligen Zeitpunkt für ein 200.000-Euro-Darlehen etwa 308.000 Schweizer Franken aufgenommen werden mussten.

Kosten für Franken-Darlehen haben sich durch Kursanstieg vervielfacht

Mittlerweile ist jedoch der Franken auf 81 Cent gestiegen, so dass der einstigen Darlehenshöhe von 308.000 Franken nun rund 250.000 Euro gegenüberstehen. Für die Betroffenen entpuppte sich damit das vermeintliche Schnäppchen als teures, zuweilen gar existenzbedrohendes Finanzierungsabenteuer. Mit dem Anstieg des Franken haben sich auch die teilweise mit angebotenen Absicherungsinstrumente verteuert, so dass von der scheinbaren Attraktivität der Billigzinsen praktisch nichts mehr übrig geblieben ist.

Bauherren sollten aus dieser Misere ihre Lehren ziehen und verlockende Darlehens-Innovationen kritisch hinterfragen. Die sicherste Variante ist immer noch ein möglichst zinsgünstiges Bankdarlehen mit flexiblen Sondertilgungsmöglichkeiten. Wer sich die mühsame Suche nach dem besten Anbieter ersparen will, kann mit der Anforderung eines kostenlosen Angebotes von Interhyp aus den Konditionen von mehr als 300 Banken die besten Anbieter wählen - ganz ohne sich dem Risiko der internationalen Kapitalmärkte auszusetzen.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 25.10.2011