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Frühjahrsgutachten: Weiter steigende Kaufpreise und Mieten

Das aktuelle Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2016 zeigt starke Kaufpreissteigerungen und moderate Mietsteigerungen in 2015. Der Trend soll weiter anhalten.

Steigende Preise und Mieten

(München, 17.02.2016) Das Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2016, das der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. gestern an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit übergeben hat, zeigt, dass es im vergangenen Jahr vor allen in Ballungszentren starke Steigerungen von Mieten und Kaufpreisen gegeben hat.

Die Angebotspreise von Eigentumswohnungen machten im Jahr 2015 einen kräftigen Sprung nach oben. Mit einem Wachstum von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anstieg in Westdeutschland sogar beschleunigt. Eine Abflachung ist nach Ansicht des ZIA nicht in Sicht. Auch im Osten Deutschlands sind die nominalen Kaufpreise weiter um 6,2 Prozent gestiegen. Von starken Preissteigerungen bei Wohnimmobilien hatte kürzlich auch der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VdP) berichtet. Nach Zahlen des VdP legte der Gesamtmarkt für Wohnimmobilien im Jahresdurchschnitt um 5,9 Prozent zu.

Der Anstieg der Mietpreise von Wohnungen verlief moderater. Sie sind 2015 laut ZIA gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal leicht gestiegen: in Westdeutschland um 3,7 Prozent und in Ostdeutschland um 1,2 Prozent.

Die positive Entwicklung der deutschen Immobilienmärkte werde, so der ZIA, durch die gute wirtschaftliche Lage begünstigt. "Insbesondere niedrige Finanzierungskosten, gestiegene Löhne und Gehälter sowie Verschiebungen im Anlageportfolio von Investoren hin zu Immobilien wirken sich positiv auf die Immobilienwirtschaft aus", sagt Prof. Dr. Lars Feld, der im Rahmen des Frühjahrsgutachtens die gesamtwirtschaftliche Entwicklung untersucht hat.

Die zukünftige Entwicklung sei aber angesichts der unklaren Auswirkungen der hohen Zuwanderung schwer einzuschätzen, so die Experten. Der Mietpreiszyklus dürfte sich verlängern, da die Wohnungsnachfrage steigen wird. Die Angebotserweiterung durch den Wohnungsneubau könne mit der gestiegenen Nachfrage momentan nicht Schritt halten.


Redaktion: Franziska Buß