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Für Studenten wird die Wohnungssuche schwieriger

Immer mehr Studenten haben Mühe, an ihrem Studienort eine bezahlbare Wohnung zu finden. Eine Analyse des Kölner Immobilienunternehmens GBI zeigt, in welchen Städten der Wohnungsmarkt für Studierende besonders eng ist.

Für Studenten wird Wohnraum knapper

(München, 30.09.2015). Der angespannte Wohnungsmarkt in Deutschlands Großstädten wirkt sich auch auf Studenten aus. Nach einer aktuellen Analyse des in Köln ansässigen Immobilienentwicklers GBI ist in vielen Städten mit hohem Studentenanteil bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen knapper als in den Vorjahren. Untersucht wurden alle 87 Hochschulstandorte in Deutschland, wobei die Auswertung anhand verschiedener Faktoren wie Leerstand, Mietpreise und Anzahl der Studienbeginner in Form eines Punkteindex erfolgte. Ab einem Indexstand von 50 Punkten gilt der Markt als angespannt, möglich sind maximal 100 Punkte.

Am schwierigsten ist die Lage in München, wo der Index erstmals auf 80 Punkte angestiegen ist. Neben anderen Metropolen haben jedoch inzwischen auch andere Städte mit der prekären Lage am Wohnungsmarkt zu kämpfen. "Verschlechtert hat sich die Wohnsituation im Vergleich zum Vorjahr vor allem in renommierten Universitätsstädten mittlerer Größe", berichten die Autoren der Studie. So hat sich in Freiburg der Punktestand von 58,5 Zählern im Vorjahr auf nunmehr 63,5 Punkte erhöht, so dass sich die Universitätsstadt im Breisgau vom neunten auf den sechsten Rang vorgeschoben hat. Auch in Tübingen, Aachen, Münster und Ulm hat sich der Wohnungsmarkt für Studierende signifikant verschlechtert.

Zwar sei in einigen Städten damit begonnen worden, kleinere und damit auch preislich günstigere Wohnungen zu errichten, sagt GBI-Chefanalyst Stefan Brauckmann: "Doch diese Fortschritte reichen nicht aus, um den strukturellen Mangel zu beheben." Ein Problem bestehe vielerorts darin, dass es aufgrund der Bauauflagen günstiger sei, große Wohnungen zu errichten. Daher sei ein Umdenken bei den Stadtverwaltungen und damit einhergehend eine stärkere Fokussierung auf den Neubau von Kleinwohnungen in Hochschulstädten erforderlich.


Redaktion: Patrizia Difonzo