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Geräumiges Wohneigentum ist nur außerhalb der Metropolen erschwinglich

Beim Kauf von Wohneigentum stehen viele Interessenten vor der Wahl: Entweder müssen sie Kompromisse bei der Wohnungsgröße eingehen oder ins Umland ziehen. Zwei Studien fassen das Problem in Zahlen.

Wohneigentum in Großstädten wird immer teurer

Wohneigentum in Großstädten wird immer teurer

(München, 12.04.2017) Steigende Immobilienpreise haben dazu geführt, dass sich Durchschnittsverdiener in etlichen Regionen Deutschlands nur noch verhältnismäßig kleine Wohnungen leisten können. Das ergab die Wohnatlas-Studie einer Bank, die auf regionaler Ebene die bundesweiten Immobilienmärkte analysiert.

Zwar sind die Eigenheime von vierköpfigen Durchschnittsfamilien derzeit rund 136 Quadratmeter groß. Doch wer bezahlbares neues Wohneigentum sucht, muss bei der Wohnfläche oft seine Ansprüche zurückschrauben. Auf Basis der regionalen Durchschnittseinkommen hat die Studie errechnet, dass sich Normalverdiener mit zwei Kindern in Hamburg, Berlin oder Frankfurt am Main nur etwa 100 Quadratmeter und in München nur knapp 75 Quadratmeter leisten können.

Mehr Wohnraumreserven finden diejenigen, die ihr neues Zuhause abseits der größten Ballungsräume suchen. Familien mit zwei Kindern können der Studie zufolge noch immer in 372 von insgesamt 402 Kreisen und kreisfreien Städten mindestens 136 Quadratmeter Wohneigentum finanzieren.

Für diejenigen, die in Großstädten arbeiten, kann es sinnvoll sein, in stadtnahen Lagen mit guter Anbindung nach erschwinglichen Alternativen zu suchen. Viele Deutsche sehen das Limit für die Entfernung zum Arbeitsplatz bei 30 Kilometern, wie eine weitere Studie herausfand. In diesem Radius lasse sich im Umfeld der Großstädte häufig Wohneigentum zu vertretbaren Preisen finden. So müssen Käufer in Berlin rund 15 Kilometer ins Umland ziehen, wenn sie günstige Immobilien finden wollen. In der Metropolregion Hamburg liegt die Entfernung bei 18 und in Frankfurt bei 12 Kilometern.


Redaktion: Thomas Hammer