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Gewerbeimmobilien: Baufinanzierungsvolumen steigt leicht an

Gewerbeimmobilien sind gefragt. Bei gewerblichen Baufinanzierungen ist im ersten Halbjahr 2016 ein moderates Wachstum zu verzeichnen. Unternehmen setzen bei der Suche nach großen Gewerbeflächen oft auf einen Makler.

Das Finanzierungsvolumen von Gewerbeimmobilien steigt weiter.

Das Finanzierungsvolumen von Gewerbeimmobilien steigt weiter.

(München, 28.09.2016) Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien und deren Finanzierungen ist hoch. Nach einem starken Zuwachs im Jahr 2015 hat sich das Neugeschäftsvolumen bei gewerblichen Immobilienfinanzierungen im ersten Halbjahr dieses Jahres nochmals um 11 Prozent gesteigert. Das berichtet das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle in seinem aktuell erschienenen Neugeschäftsreport. Vergleichsmaßstab ist das erste Halbjahr 2015. Der Report analysiert die Geschäftszahlen von 14 Banken, die im gewerblichen Finanzierungsbereich rund 70 Prozent des Marktvolumens abdecken.

Da dem Neuabschluss von Krediten die Tilgung bestehender Finanzierungen gegenübersteht, resultiert jedoch daraus lediglich bei neun der 14 untersuchten Banken eine Erhöhung der gesamten Kreditbestände. Der Analyse zufolge dominieren mit der HypoVereinsbank und der DG Hyp zwei Banken den Markt für gewerbliche Finanzierungen für Immobilien. Beide Institute vergaben von Januar bis Ende Juni jeweils mehr als drei Milliarden Euro an neuen Krediten und verbuchen damit zusammen fast ein Drittel des Neugeschäfts im Gesamtmarkt.

Wie wird sich der Markt für Gewerbeimmobilien und gewerbliche Finanzierungen entwickeln? Als Trend zeichne sich die Fokussierung vieler Geldinstitute auf technisch einfach darstellbare Finanzierungen ab, beobachten die Immobilienexperten von Jones Lang LaSalle. Komplexe Finanzierungswünsche, bei denen Merkmale wie Standort, Gebäudefaktoren oder Beleihungsauslauf stark von den Standardwerten abweichen, werden hingegen häufig abgelehnt. Insgesamt dürfte sich nach Ansicht der Analysten der Wettbewerb um risikoarme Finanzierungen von Immobilien verschärfen. Für das Gesamtjahr sei man "vorsichtig optimistisch", so der Ausblick.

Mit der Nachfrage nach Gewerbeimmobilien hat sich auch eine kürzlich veröffentlichte Studie von ImmobilienScout24 befasst. Laut der Studie, für die rund 250 Unternehmen befragt wurden, sorgt die starke Nachfrage und die Flächenknappheit in den Metropolen für steigende Preise von Gewerbeimmobilien. Demnach wird bei der Suche nach einer Gewerbeimmobilie am häufigsten das Internet genutzt (61 Prozent). Printmedien nutzen nur noch 24 Prozent - gegenüber 47 Prozent vor drei Jahren. Vor allem bei großen Immobilien greifen die Unternehmen auf Makler zurück: Bei Flächen über 1.000 Quadratmeter setzt die Hälfte der Befragten auf die Hilfe eines Maklers.


Redaktion: Thomas Hammer / Britta Barlage