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Große Wohntraumstudie: Wie wohnen die Deutschen?

Zwei Drittel aller Mieter wünschen sich Wohneigentum, zeigt die neue Wohntraumstudie von Interhyp. Was sich die Menschen in Deutschland, auf dem Land oder in der Stadt, wünschen, warum sie eine Immobilie kaufen möchten, wie die aktuelle Marktlage Einfluss nimmt und wie sich die Immobiliensuche in großen Metropolen gestaltet - dazu wurden in einer repräsentativen Studie insgesamt 2.600 Menschen befragt.

Das freistehende Einfamilienhaus: Davon träumen die meisten Deutschen

Das freistehende Einfamilienhaus: Davon träumen die meisten Deutschen.

(München, 06.09.2019) Wovon träumen die Deutschen? Wie wollen sie wohnen? Was treibt sie an beim Kauf? Wie empfinden sie die Immobiliensuche? Diesen Fragen ist Interhyp in der großen Wohntraumstudie nachgegangen. Wichtige Ergebnisse: Ein schönes Zuhause gehört neben der Gesundheit zu den wichtigsten Dingen im Leben der Deutschen. Allerdings hat die Zahl derer, die sich Wohneigentum wünschen, im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Während 2018 noch 76 Prozent der Mieter sagten, sie wünschen sich Eigentum, sind es 2019 nur noch 66 Prozent.

Zwei Drittel wünschen sich Eigentum, 38 Prozent fehlen die Mittel

Jeder zehnte Deutsche möchte laut der Wohntraumstudie bald eine Wohnung oder ein Haus kaufen. 9 Prozent der Mieter haben bereits Kaufversuche unternommen – sind jedoch bisher nicht fündig geworden. 38 Prozent möchten gern in eigenes Betongold investieren, verfügen jedoch nicht über die finanziellen Mittel. Vor allem Mieter zwischen 18 und 39 Jahren würden gern kaufen. Von den 18- bis 29-Jährigen haben nur 15 Prozent gesagt, dass sie lieber weiter mieten möchten. Wer gekauft hat, ist laut der Wohntraumstudie glücklich: 92 Prozent der Eigentümer sind zufrieden mit ihrer Entscheidung für den Immobilienkauf.

Emotional und aktuell

Wie die aktuelle Studie zeigt, ist das Zuhause für viele Deutsche ein ebenso emotionales wie hochaktuelles Thema. "Individuelle Faktoren wie der Wunsch nach Sicherheit, Zufriedenheit und Glück treffen dabei auf externe Faktoren wie steigende Mieten und steigende Kaufpreise. Zusätzlich wirkt die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank wie ein Katalysator. Bei Kreditzinsen von unter einem Prozent erscheint vielen Menschen Kaufen attraktiver als Mieten", erklärt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft bei Interhyp. Auf die Frage, was in Anbetracht der aktuellen Marktlage für den Immobilienkauf spricht, nannten 81 Prozent die aktuell günstigen Zinsen. Obwohl Wohneigentum auch 2019 als elementarer Baustein der Vermögensbildung und Altersvorsorge und als eine Entscheidung für das gesamte Leben betrachtet wird, haben sich 23 Prozent der Menschen aus dem Bauch heraus für ihre Immobilie entschieden. 17 Prozent bezeichnen ihren Immobilienkauf als Glücksfall.

Die Marktlage nimmt Einfluss

Mieter auf Eigentumssuche erleben die Situation als unruhig bis fiebrig. Viele haben das Gefühl, jetzt unbedingt Eigentum schaffen zu wollen. Für den Kauf spricht nach Ansicht der Befragten aktuell neben den Zinsen besonders, dass die Nachfrage nach Immobilien hoch ist (87 Prozent) und die Kaufpreise in ihrer Gegend weiter steigen (84 Prozent). Sie wollen offenbar nicht zu noch höheren Preisen kaufen oder befürchten, nicht zum Zuge zu kommen. Auch sind viele nicht sicher, ob die Renten im Alter ausreichen und versprechen sich von der Immobilie Sicherheit im Alter (88 Prozent). Großstädter machen sich mehr Sorgen, dass die Mieten steigen könnten (82 Prozent) als Menschen in kleineren und mittleren Städten (73 Prozent). Auf dem Land ist diese Sorge nicht ganz so verbreitet (59 Prozent). Zu den Aspekten, die grundsätzlich für einen Kauf sprechen, zählen die meisten Menschen die Mietfreiheit, mehr Gestaltungsspielräume und Unabhängigkeit sowie die Absicherung fürs Alter. Zwei Drittel der Befragten wohnen aktuell in einer Stadt. Die Wunschlage ist allerdings häufiger ländlich - und das Traumhaus der Deutschen bleibt unangefochten das freistehende Einfamilienhaus (63 Prozent).

Die Ergebnisse der Wohntraumstudie 2019 sind in einer großen, interaktiven Grafik aufbereitet.


Redaktion: Britta Barlage