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Grundsteuer: Experten befürworten Flächenmodell

In den kommenden Jahren muss das System für die Erhebung der Grundsteuer reformiert werden, da die bisherige Praxis verfassungswidrig ist. Experten empfehlen den Wechsel zu einem einfach handhabbaren Flächenmodell.

Aktuell steht eine Reformierung der Grundsteuer in der Diskussion.

Aktuell steht eine Reformierung der Grundsteuer in der Diskussion.

(München, 12.07.2018) Seit einem im April 2018 verkündeten Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes ist klar: Die Grundsteuer ist in ihrer derzeitigen Form verfassungswidrig und muss reformiert werden. Die Verfassungsrichter bemängelten vor allem die bei der Steuererhebung verwendeten Immobilienwerte, die aus den sechziger Jahren und im Osten Deutschlands sogar aus dem Jahr 1935 stammen. Damit seien die Marktveränderungen der letzten Jahrzehnte unberücksichtigt geblieben, was zu Ungerechtigkeiten bei der Steuerberechnung führe, so die obersten Richter.

Seitdem befassen sich Politik und Verbände mit der Frage, wie die Grundsteuer künftig verfassungskonform gestaltet werden könnte. Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss und Haus und Grund Deutschland warnen in diesem Zusammenhang von einer Kostenexplosion, die eine komplette Neuberechnung der Immobilienwerte mit sich bringen würde. Denn: Eine Neubewertung des gesamten deutschen Immobilienbestandes würde nicht nur viele Jahre dauern, sondern wäre möglicherweise teurer als die aus der Grundsteuer erzielten staatlichen Einnahmen.

Stattdessen plädieren die beiden Verbände dafür, bei der neuen Grundsteuer die Gebäudewerte unberücksichtigt zu lassen und die Steuer ausschließlich auf die Grundstücksfläche zu erheben. "Dieses Flächenmodell ist schneller umsetzbar und weniger streitanfällig", benennen die Verbände in einer Stellungnahme die Vorteile gegenüber anderen Bewertungsverfahren, in denen die Baukosten einbezogen werden.


Redaktion: Thomas Hammer

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