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Hausbau: Wachstum beim Neubau wird gebremst

Nach Jahren starken Wachstums wird nach Ansicht des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW die Neubautätigkeit wieder nachlassen. Als Hauptgrund für eine nachlassende Dynamik beim Hausbau sehen die Konjunkturexperten das knappe Bauland in Ballungsgebieten.

Prognosen zufolge sollte das Wachstum beim Hausbau in Zukunft leicht gedämpft werden.

Prognosen zufolge sollte das Wachstum beim Hausbau in Zukunft leicht gedämpft werden.

(München, 29.01.2018) Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird wohl das Wachstum bei der Neubautätigkeit abflachen. Das geht aus der aktuellen Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW zur Bautätigkeit in Deutschland hervor. Zwar bleibe der Aufwärtstrend bei der Baukonjunktur erhalten, schreiben die Wirtschaftsexperten in ihrer Studie zum Hausbau. Allerdings geht das DIW davon aus, dass mehr Investitionen in Sanierung und Modernisierung fließen, während die Neubautätigkeit allenfalls moderat zulegen dürfte.

Zuwachsraten wie in den vergangenen Jahren, als die jährliche Steigerung bei der Neubautätigkeit zeitweise die 10-Prozent-Marke überspringen konnte, gehören nach Ansicht von DIW-Ökonom Claus Michelsen schon bald der Vergangenheit an. "In den gefragten Lagen der großen Städte ist das Bauland knapp, und die Bauwirtschaft arbeitet an der Grenze ihrer Kapazitäten", so Michelsens Begründung für den erwarteten Dämpfer. Nach einem Wachstum beim Wohnungsneubau von 8 Prozent für dieses Jahr rechnet er im Jahr 2019 mit einem Zuwachs von nur noch 4 Prozent.

Gestützt wird die DIW-Prognose zum Hausbau von den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die aktuell bis Oktober 2017 vorliegen. So verbuchte der Hochbau in den ersten zehn Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 6,3 Prozent. Auf der anderen Seite ist im gleichen Zeitraum bei der Zahl der genehmigten Neubauwohnungen ein Minus von 7,3 Prozent zu verzeichnen. Das lässt erwarten, dass die rückläufigen Genehmigungszahlen mit zeitlicher Verzögerung auch zu einem Abflachen der Neubautätigkeit führen.

Für die Bauwirtschaft sieht das DIW gleichwohl keinen Anlass zur Besorgnis. "Die nachlassende Dynamik im Neubau dürfte wieder etwas Luft für mehr Sanierungen und Modernisierungen bestehender Wohngebäude lassen", heißt es in der Prognose. Dort hat sich nach Beobachtung des DIW Nachholbedarf gebildet, weil sich trotz der gestiegenen Transaktionszahlen beim Verkauf von gebrauchten Wohnimmobilien das Modernisierungsvolumen bislang noch kaum ausgeweitet hat.


Redaktion: Thomas Hammer

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