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Hauskauf: Kredit, Eigenkapital und Eigenleistung im richtigen Verhältnis

Für Bauherren gilt es beim Hauskauf, Kredit sowie Eigenkapital und Eigenleistungen zueinander in das passende Verhältnis zu bringen. Weil sich diese Entscheidung über Jahrzehnte hinweg auf die finanzielle Situation auswirkt, sollten Hauskäufer beim Ausarbeiten des Finanzierungskonzeptes mit großer Sorgfalt vorgehen. Je durchdachter die Planung, umso geringer ist das Risiko, dass hinterher aufgrund von Fehleinschätzungen drastische finanzielle Einschränkungen drohen.

Weil beim Hauskauf der Kredit in aller Regel die bedeutendste Finanzierungsquelle darstellt, sollten Bauherren diesem Bereich schon von vornherein viel Aufmerksamkeit zukommen lassen. Die beiden wichtigsten Anforderungen: Erstens sollte die monatliche Kreditrate für den Hauskauf auch dann verkraftbar sein, wenn sich das Einkommen reduziert oder ungeplante Ausgaben anfallen - und zweitens sollte gewährleistet sein, dass bis zum Rentenbeginn der beim Hauskauf aufgenommene Kredit vollständig zurückgezahlt ist.

Werden zusätzlich zu diesen beiden Parametern noch die aktuellen Zinsen für Kredite mit 10- oder 15-jähriger Zinsbindung hinzugenommen, kann daraus die Höhe des maximal möglichen Kredites ermittelt werden.

Kein Hauskauf ohne ausreichendes Eigenkapital

Eine weitere wichtige Komponente beim Hauskauf ist neben dem Kredit das Eigenkapital. Bei der Frage nach dem Eigenkapital-Einsatz gibt es keinen Königsweg. Aber wenn mindestens zehn Prozent des Kaufpreises vorhanden sind, ist der Traum vom Eigenheim in aller Regel realisierbar. Je höher das Eigenkapital, umso günstiger werden übrigens die Zinsen für den Kredit. Weil für die Bank Finanzierungen mit hohem Eigenkapitalanteil weniger riskant sind als Finanzierungen mit wenig Eigenkapital, honorieren sie das höhere Maß an Sicherheit mit niedrigeren Zinsen. Allermindestens sollte das Eigenkapital so hoch sein, dass der Hauskäufer daraus die beim Kauf anfallenden Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer und Notargebühr bestreiten kann.

Handwerklich begabte Bauherren können in einem gewissen Umfang Eigenleistungen einkalkulieren. Allerdings sind dabei Grenzen gesetzt: Auch unter tatkräftiger Mithilfe der Familie ist es wenig realistisch, das Ausmaß der Eigenleistungen mit mehr als 15.000 Euro anzusetzen. Vor allem ist beim Ausklammern bestimmter Handwerkerleistungen auch zu berücksichtigen, dass die Kosten für das Baumaterial selbst zu tragen sind.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 18.08.2011