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Hauskauf vom Bauträger: Böse Überraschungen vermeiden!

Mit dem Hauskauf beim Bauträger leistet der Erwerber einen großen Vertrauensvorschuss. Zwar gilt nach der Makler- und Bauträgerverordnung, dass der Preis für den Hauskauf nicht im Voraus eingefordert werden darf, sondern Zug um Zug nach Fertigstellung bestimmter Bauabschnitte zu leisten ist. Allerdings nützt diese Verfahrensweise wenig, wenn der Bauträger während der Bauphase pleitegeht und der Hauskauf mit der mühseligen Fertigstellung einer Bauruine verzögert und verteuert wird.

Daher sollten Bauherren beim Hauskauf vom Bauträger ihren Partner mit großer Sorgfalt auswählen. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auf die nachfolgend genannten Kriterien legen:

- Erfahrung. Wer als Bauträger tätig sein will, braucht dafür keine besondere Ausbildung oder Qualifikation. Umso wichtiger ist es, vor dem Hauskauf in Erfahrung zu bringen, wie lange der Anbieter schon erfolgreich am Markt aktiv ist. Mindestens fünf Jahre, besser noch deutlich länger sollte der Bauträger Erfahrung in seinem Markt gesammelt haben.

- Transparenz. Beim Hauskauf muss klar sein, welche Kosten auf den Erwerber zukommen - nicht nur in Form des Kaufpreises, sondern auch bei den Extraleistungen. Ein seriöser Bauträger führt solche Kosten klar und transparent auf, so dass eine sichere Kalkulationsbasis vorhanden ist. Auch bei der Baubeschreibung gilt: Alles muss eindeutig und leicht verständlich formuliert sein.

- Referenzen. Der Bauträger sollte wenigstens drei Referenzimmobilien nennen können. Im Gespräch mit den Eigentümern sollten sich Interessenten erkundigen, ob der Bau reibungslos und verzögerungsfrei abgewickelt wurde, ob hinterher Mängel aufgetreten sind und, falls ja, wie kulant und kompetent diese behoben wurden.

- Bürgschaften. Um den Hauskäufer gegen eine Insolvenz des Bauträgers während der Bauphase abzusichern, sollte eine Vertragserfüllungsbürgschaft vorgelegt werden können. Mit dieser Bürgschaft verpflichtet sich die Hausbank des Bauträgers, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit die Fertigstellung des Bauprojektes sicherzustellen. Wichtig ist auch eine Gewährleistungsbürgschaft für den Fall, dass der Bauträger nach der Fertigstellung pleitegeht. In diesem Fall übernimmt die bürgende Bank die Kosten für die Beseitigung von Mängeln. Als Faustregel gilt, dass die Gewährleistungsbürgschaft mindestens fünf Prozent der Baukosten betragen sollte.

Für die Finanzierung Ihres Kaufs beim Bauträger gilt: Beschäftigen Sie sich frühzeitig damit! Die Interhyp-Baufinanzierungsspezialisten helfen Ihnen dabei - mit der VorausBeratung von Interhyp. Mit diesem Service haben Sie schon früh finanzielle Klarheit über die Höhe des möglichen Darlehens und finden leichter eine Immobilie, die zu Ihrem Budget passt. Den Verkäufer der Immobilie können Sie mit einem fertigen Finanzierungskonzept in der Tasche überzeugen - und erhalten leichter den Zuschlag beim Kauf.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 02.11.2011