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Heizungsaustausch: Effizienzlabel eingeführt

Neue Heizgeräte müssen jetzt mit einem Energieeffizienzlabel gekennzeichnet sein. Ab Januar wird zudem ein Label für Altanlagen eingeführt.

Energieeffizienzlabel fuer heizgeraete

Energieeffizienzlabel gilt nun auch für Heizgeräte. Foto: obs/IWO Institut für Wärme und Oeltechnik

(München, 29.09.2015) Eigenheimbesitzer, die eine Heizung installieren oder austauschen lassen wollen, sollten eine gerade in Kraft getretene Regelung für Heizanlagen kennen: Seit dem 26. September 2015 müssen laut einer europäischen Richtlinie neue Strom-, Öl- oder Gasheizgeräte mit einem Effizienzlabel versehen werden. Das berichtet das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). Es ist mit der durch andere Energielabel bekannten Farbbalkenskala von G bis A++ bedruckt. Das Label kennzeichnet den Energieverbrauch von zum Beispiel Raumheizgeräten wie Gaskesseln oder Wärmepumpen, aber auch Warmwasserboilern oder Durchlauferhitzern.

Laut IWO ist der Rückschluss vom Verbrauch auf die Energiekosten bei Heizgeräten aber nicht so leicht möglich wie etwa bei Waschmaschinen oder Kühlschränken. Der Grund: Für Heizgeräte gibt es unterschiedliche Energieträger mit unterschiedlichen Preisen.

Zusätzlich zu diesem Label für neue Heizgeräte soll ab Januar 2016 ein Effizienzlabel für Altanlagen gelten, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Dieses Label wird für Heizkessel gelten, die älter als 15 Jahre sind, und soll Eigenheimbesitzern kostenfrei Informationen über den Effizienzstatus ihrer Heizkessel geben. Ab 2016 dürfen Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und Energieberater dieses Etikett auf alte Heizgeräte anbringen. Ab 2017 sind Bezirksschornsteinfeger sogar verpflichtet, Geräte zu etikettieren.

Die neuen Regelungen sollen Hausbesitzer motivieren, energiesparende Technik einzusetzen und ineffiziente Heizgeräte auszutauschen. Neben den Informationen auf dem Energieeffizienzlabel sollen die Betroffenen auch auf Energieberatungen wie zum Beispiel Heizungschecks oder die Vor-Ort-Beratung sowie auf Förderungen der staatlichen Förderbank KfW und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hingewiesen werden. Hausbesitzer, die eine Modernisierung oder Anschlussfinanzierung planen, können für den Austausch der Heizung die Fördermittel und Zuschüsse von KfW und BAFA nutzen.


Redaktion: Magdalena Lindner